US-Häuserpreise wuchsen Ende 2020 etwas stärker als erwartet - FHFA

Im Dezember siebenter Anstieg in Folge - Zudem stärkeres Plus als in Zeit vor Coronakrise - Auch Case-Shiller-Index belegt kräftigeren Anstieg der US-Hauspreise

In den USA hat sich der Aufwärtstrend der Häuserpreise fortgesetzt. Der FHFA-Hauspreisindex ist im Dezember im Vergleich zum Vormonat um 1,1 Prozent gestiegen, wie die Federal Housing Finance Agency (FHFA) am Dienstag in New York mitteilte. Dies ist der siebente Anstieg in Folge. Außerdem waren die Preiszuwächse stärker als in der Zeit vor der Coronakrise.

Am Markt war für Dezember im Schnitt nur mit einem Zuwachs um 1,0 Prozent gerechnet worden. Im Vormonat waren die Hauspreise in diesem Ausmaß gestiegen.

In der Coronakrise haben sich viele Menschen entschieden, die Zentren größerer Städten wie New York zu verlassen und Häuser im Umland zu kaufen. Zudem stützen die in der Krise deutlich gefallenen Hypothekenzinsen den Häusermarkt. Die Corona-Pandemie hat die Preisentwicklung auf dem amerikanischen Hausmarkt demnach eher gestützt als belastet.

Die FHFA ist die Aufsichtsbehörde für die in der Finanzkrise verstaatlichten Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac. Bei der Index-Berechnung werden die Verkaufspreise von Häusern verwendet, deren Hypotheken von den Agenturen gekauft oder garantiert worden sind.

Auch gemäß dem Case-Shiller-Index hat sich in den USA der Anstieg der Hauspreise trotz Coronakrise beschleunigt. In den 20 großen Metropolregionen des Landes sind die Preise im Dezember zum Vorjahresmonat um 10,1 Prozent gestiegen, geht aus dem am Dienstag in New York veröffentlichten Index hervor. Analysten hatten mit 9,9 Prozent Plus gerechnet. Im November hatte die Rate 9,2 Prozent betragen.

Im Monatsvergleich legten die Hauspreise im Dezember bereinigt wie erwartet um 1,25 Prozent zu.

Die Preisentwicklung zeigt, dass der Häusermarkt nicht unter der Corona-Krise leidet. Stattdessen beschleunigt sich der Preisauftrieb. Experten begründen dies mit den extrem niedrigen Zinsen, einer sicherheitsbedingten Nachfrage nach Immobilien und einem steigenden Bedarf an Wohnraum wegen Heimarbeit. Immer mehr Menschen zieht es aus den Metropolen in die Vorstadt- und Peripheriegebiete, da in der Corona-Krise mehr von daheim aus gearbeitet wird.

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