US-Wahl - Le Pen erkennt Bidens Sieg nicht an

Frankreichs Rechtspopulistin: "Betrachte das Spiel nicht als abgeschlossen"

Frankreichs Rechtspopulistin Marine Le Pen erkennt laut Medien die Wahl des Demokraten Joe Biden zum neuen Präsidenten der USA nicht an. "Ich gehöre zu denen, die dem künftigen Präsidenten der Vereinigten Staaten nicht gratulieren, denn ich betrachte das Spiel nicht als abgeschlossen, solange man nicht die Verlängerungen beendet hat." Das sagte die Chefin der Rechtsaußenpartei Rassemblement National (RN/früher: Front National) am Mittwoch im nordfranzösischen Hénin-Beaumont.

Biden war am Samstag von US-Medien aufgrund von Erhebungen und Prognosen zum Sieger erklärt worden - Amtsinhaber Donald Trump weigert sich aber, eine Niederlage anzuerkennen. Le Pen hatte vor der Wahl gesagt, eine Wiederwahl von Trump sei "besser für Frankreich".

Die Tochter des Front-National-Mitgründers Jean-Marie Le Pen setzt sich mit dem Kurs deutlich ab von ihrem sozialliberalen Erzrivalen Emmanuel Macron. Der Staatschef hatte am Dienstag mit Biden telefoniert und dem 77-Jährigen zur Wahl gratuliert, wie Élyséekreise berichtet hatten. Le Pen hatte im Endduell bei der Präsidentenwahl 2017 gegen Europafreund Macron den Kürzen gezogen; sie will 2022 wieder antreten.

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