Volkswagen sieht sich trotz Corona in den schwarzen Zahlen

Konzernchef Diess: VW wird in der Summe aller Geschäftsteile profitabel bleiben und ein positives operatives Ergebnis in 2020 erzielen

Volkswagen sieht nach dem massiven Absatzrückgang in den zurückliegenden Monaten Licht am Ende des Tunnels und bekräftigt seine Prognose eines operativen Gewinns. Im September erwarte der Konzern Auftragseingänge und Auslieferungen über Vorjahr und gehe für den weiteren Jahresverlauf von einer Fortsetzung des Aufwärtstrends aus, sagte Konzernchef Herbert Diess laut Redemanuskript auf der virtuellen Hauptversammlung.

Dementsprechend bestätige Volkswagen sein Ziel, "in der Summe aller Geschäftsteile profitabel zu bleiben und ein positives operatives Ergebnis in 2020 zu erzielen". Alle mittel- und langfristigen Prognosen seien weiterhin mit erheblichen Unsicherheiten verbunden und hingen vom weiteren Verlauf der Pandemie ab, ergänzte Diess.

Nach der zuletzt zur Jahresmitte bekräftigten Prognose erwartet VW für das Gesamtjahr einen Umsatz deutlich unter dem des Vorjahres. Beim Betriebsgewinn geht das Management von einem "gravierenden Rückgang" zum Vorjahr aus. Im ersten Halbjahr war Volkswagen wegen des durch die Pandemie erzwungenen Produktionsstillstands tief in die roten Zahlen gefahren. Unter dem Strich stand ein Verlust von etwas mehr als einer Milliarden Euro nach einem Gewinn von rund 7,2 Milliarden im Vorjahreszeitraum.

Den Vorschlag, für das Rekordjahr 2019 eine deutlich höhere Dividende auszuschütten, hatte der Konzern wegen der Folgen der Coronakrise zurückgenommen. An die Aktionäre sollen nun - wie im Jahr davor - 4,80 Euro je Stamm- und 4,86 je Vorzugsaktie gezahlt werden. Diess betonte in seiner Rede vor den Anteilseignern, der Verzicht auf die Erhöhung beruhe nicht auf einem Mangel an finanzieller Robustheit des Konzerns, sondern berücksichtige die massiven Auswirkungen, die die Pandemie für das Unternehmen mit sich bringe.

OE24 Logo
Es gibt neue Nachrichten