Vorarlbergs Ex-FPÖ-Chef Egger beendet landespolitische Karriere

51-Jähriger legt sein Landtagsmandat zurück und will sich auf seine Aufgabe als Bürgermeister von Hohenems konzentrieren

Der Hohenemser Bürgermeister Dieter Egger (FPÖ) beendet seine landespolitische Karriere. Der 51-Jährige ehemalige FPÖ-Landeschef (2004 bis 2016) legt sein Landtagsmandat zurück und wird sich künftig auf seine Aufgabe als Stadtoberhaupt konzentrieren, informierte am Mittwoch der FPÖ-Landtagsklub. Egger war 1999 in den Landtag eingezogen und hatte von 2003 (als Nachfolger von Hubert Gorbach) bis zur Landtagswahl 2009 der Landesregierung angehört.

Egger begründete seinen Schritt mit "großen Projekten", die in Hohenems anstünden, durch die Corona-Pandemie seien die Verantwortlichen in Städten und Gemeinden zusätzlich gefordert. "Ich habe mich deshalb entschieden, mich zu 100 Prozent auf die Entwicklung meiner Heimatstadt zu konzentrieren", so Egger. Auf 21 spannende Jahre in der Landespolitik blicke er "mit Demut und Dankbarkeit" zurück. Nach seiner Zeit als Regierungsmitglied - die Landes-ÖVP schloss 2009 nach Eggers "Juden-Sager" eine weitere Zusammenarbeit mit der FPÖ aus - fungierte Egger wieder als Klubobmann der FPÖ-Landtagsfraktion. 2015 eroberte er in einer Stichwahl-Wiederholung den Bürgermeistersessel in Hohenems. Daraufhin legte er wie zuvor versprochen Partei- und Klubvorsitz zurück.

Im Landtag wird die Lustenauerin Nicole Hosp für Egger nachrücken. Hosp war schon in der Periode von 2014 bis 2019 Abgeordnete, verlor aber aufgrund des schwachen FPÖ-Wahlergebnisses bei der Landtagswahl 2019 ihren Sitz. Sie werde für die Bereiche Frauen, Jugend und Tierschutz zuständig sein, hieß es.

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