Weihnachten im Vatikan und in Bethlehem unter Corona-Beschränkungen

Trister Rahmen der diesjährigen Weihnachtsfeierlichkeiten macht Papst zu schaffen - Desinfektionsmaßnahmen im Heiligen Land

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AKTUALISIERUNGS-HINWEIS
Neu: Schreibweise im Titel auf (richtig) Bethlehem geändert
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Auch in Zeiten der Corona-Pandemie will Papst Franziskus in diesem Jahr die traditionelle Christmette zu Weihnachten feiern. In Anbetracht der Corona-Regeln musste der Vatikan die Messe am Donnerstag jedoch vorverlegen. Sie soll um 19.30 Uhr beginnen, etwas früher als sonst, denn in Italien gilt zu Weihnachten ab 22 Uhr eine Ausgangssperre bis in die Früh des folgenden Tages. Die Messe wird zum Schutz vor Ansteckungen mit einer begrenzten Anzahl Teilnehmern abgehalten.

Der triste Rahmen der diesjährigen Weihnachtsfeierlichkeiten macht dem Papst zu schaffen. Vatikan-Kennern zufolge ist der 84-Jährige traurig darüber, wie Weihnachten dieses Jahr gefeiert wird. Außerdem hatten sich unlängst im engeren Kreis um das Oberhaupt der Katholischen Kirche Kardinäle mit Corona angesteckt.

Am Mittwoch kritisierte Franziskus abermals den Konsum, der das Weihnachtsfest in Beschlag genommen habe. In diesem Jahr rückten wegen Corona Geschenke jedoch in den Hintergrund und der eigentliche Gehalt von Weihnachten trete zutage. Er appellierte daran, an den Festtagen auch an die Einsamen und Kranken zu denken.

Auch im Heiligen Land finden in diesem Jahr die Weihnachtsfeiern unter strengen Corona-Einschränkungen statt. Die traditionelle Prozession fiel am Donnerstag deutlich kleiner als sonst üblich aus. Der vom Oberhaupt der katholischen Kirche im Heiligen Land, Pierbattista Pizzaballa, angeführte Wagenkonvoi brach gegen Mittag in Jerusalem auf.

Das Oberhaupt der Lateinischen Christen im Heiligen Land fuhr bei regnerischem Winterwetter von der Jerusalemer Altstadt aus mit einem Autokonvoi über den israelischen Checkpoint in die knapp zehn Kilometer entfernte Geburtsstadt Jesu, wo er um Mitternacht der zentralen Christmette in der Katharinenkirche vorstehen wird.

Schon seit den Morgenstunden hatten sich laut Kathpress rund 10 Pfadfindergruppen mit Trommeln, Dudelsack und anderen Blasinstrumenten in den Gassen der Bethlehemer Altstadt versammelt, um den Patriarchen zu begrüßen. Entgegen vorheriger Ankündigung legte Pizzaballa auch in diesem Jahr das letzte Wegstück zu Fuß zurück. In diesem Jahr säumten weniger Menschen den Zugweg des Patriarchen; auch auf dem Krippenplatz hatten sich wegen der Pandemie weniger Menschen versammelt.

Viele Feiernde missachteten aber die behördlichen Schutzmaßnahmen wie Abstandsregeln oder Maskenpflicht. Ausländische Besucher blieben wegen der seit März geschlossenen Grenzen weitgehend aus. Auf dem Krippenplatz wird anders als in den Vorjahren kein weiteres Programm geboten.

Im Vorfeld waren in Bethlehem die Straßen desinfiziert worden. Von der "Starstreet" durch die Bethlehemer Altstadt bis zum Krippenplatz und zur Geburtskirche soll der Boden desinfiziert werden. Die Stadt rief ferner dazu auf, Schutzmaßnahmen wie das Tragen von Nasen-Mund-Schutz sowie das regelmäßige Waschen und Desinfizieren von Händen einzuhalten.

Die Prozession wurde am Nachmittag auf den zentralen Krippenplatz vor der Geburtskirche in Bethlehem erwartet. Sie sollte dort aber nur von einem kleinen Kreis empfangen werden, vor allem christliche Würdenträger. Wegen der Einreisebeschränkungen für Ausländer werden in diesem Jahr kaum Touristen und Pilger erwartet.

Pizzaballa sollte später in dem Ort im Westjordanland, der als Geburtsort Jesu verehrt wird, die Mitternachtsmesse in kleinstem Rahmen zelebrieren. Auf dem Krippenplatz stand ein riesiger, geschmückter Christbaum mit einem Stern an der Spitze.

In den Palästinensergebieten gelten wegen hoher Corona-Infektionszahlen Ausgangsbeschränkungen. Abends tritt eine Ausgangssperre in Kraft.

(Zusammenfassung der Feierlichkeiten im Vatikan und im Heiligen Land)

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