Wirtschaftskammer Burgenland reagiert positiv auf Wirtschaftsagentur

Präsident Nemeth betont Aufgabe der WK als Interessenvertretung - ÖVP hinterfragt künftige Doppelgeschäftsführung

Die am Mittwoch angekündigte Umwandlung der Wirtschaft Burgenland GmbH (WiBuG) in die "Wirtschaftsagentur Burgenland" stößt bei der Wirtschaftskammer (WK) Burgenland auf positive Reaktionen. "Eine Zusammenführung der zahlreichen Organisationen des Landes unter einem Dach macht Sinn, insbesondere wenn damit die Serviceleistungen schneller werden und die Kosten nicht steigen", begrüßte WK-Präsident Peter Nemeth das Vorhaben.

Gleichzeitig stellte er fest, die Wirtschaftskammer Burgenland werde - unabhängig von staatlichen, mit Steuergeldern finanzierten Einrichtungen - "die Interessen der Wirtschaft schlagkräftig vertreten". "Der Staat bzw. das Land kann nur verteilen, was Unternehmerinnen und Unternehmer erwirtschaften", betonte Nemeth.

Die ÖVP hinterfragte die künftigen Doppelgeschäftsführung in der geplanten Wirtschaftsagentur. "Wieso erhält die WiBuG plötzlich zwei Geschäftsführer?", so Landesgeschäftsführer Patrik Fazekas in einer Aussendung. Er warf auch die Frage auf, ob für diese weitere WiBuG-Geschäftsführerposition schon eine Ausschreibung erfolgt sei.

Und schließlich will Fazekas wissen, welche zusätzliche Kosten durch diese weitere Geschäftsführerposition entstünden. Dass man bei einer Besetzung "einer vergleichsweise kleinen Landestochter, wie der WiBuG", auf den Chef des zentralen Landesenergieversorgers zurückgreife, sei "völlig unüblich", kommentierte der ÖVP-Politiker den Wechsel des Energie-Burgenland-Vorstandsvorsitzen Michael Gerbavsits zur künftigen Wirtschaftsagentur.

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