Zeitung - Britische Regierung will Arbeitnehmerrechte beschneiden

Regeln für Ruhepausen sollen geändert werden. Überstundenzuschläge bei der Berechnung einiger Urlaubsgeldansprüche könnten womöglich nicht mehr berücksichtigt werden.

Die britische Regierung will einem Zeitungsbericht zufolge den bisher im EU-Recht verankerten Arbeitnehmerschutz abbauen. Die vom Wirtschaftsministerium vorgeschlagenen Neuregelungen sehen etwa die Abschaffung der 48-Stunden-Woche vor, wie die "Financial Times" am Donnerstagabend (Ortszeit) unter Berufung auf mit den Plänen vertraute Personen berichtete.

Auch die Regeln für Ruhepausen sollen geändert werden. Überstundenzuschläge bei der Berechnung einiger Urlaubsgeldansprüche könnten womöglich nicht mehr berücksichtigt werden.

Die Maßnahmen seien noch nicht von den Ministern beschlossen oder dem Kabinett vorgelegt worden, so der Bericht. Die britische Regierung reagierte nicht sofort auf eine Reuters-Anfrage nach einem Kommentar zu der Zeitungsmeldung.

Großbritannien ist vor knapp einem Jahr aus der EU ausgetreten. Danach galten noch in einer Übergangsphase bis Jahresende weiter die EU-Regeln. Das im Dezember nach monatelangen Verhandlungen mit der EU ausgehandelte Abkommen regelt insbesondere die künftigen Handelsbeziehungen zwischen beiden Seiten und soll wirtschaftliche Hemmnisse so gut es geht vermeiden.

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