Zürcher Börse schließt etwas schwächer

SMI verliert 0,26 Prozent - Wenig bewegte Sitzung - Schweizer Leitindex aber keine 400 Punkte mehr von Rekordhoch entfernt

Die Schweizer Börse hat am Mittwoch nach einer insgesamt wenig bewegten Sitzung etwas schwächer geschlossen. Nach einem kurzen Anstieg bis auf 10.907 Punkte - der höchste Stand seit dem Corona-Crash - schmolzen die Gewinne wieder ab. Das Rekordhoch bei 11.270 Punkte vom vergangenen Februar ist mittlerweile aber keine 400 Punkte mehr entfernt, und es dürfte laut Händlern nurmehr eine Frage der Zeit sein, bis es geknackt wird.

Bis dahin dürften sich die anhaltend hohen Corona-Infektionszahlen und die damit verbundenen verschärften Pandemie-Maßnahmen sowie Hoffnungen auf neue massive Unterstützung der designierten US-Regierung um Joe Biden die kursbewegenden Faktoren bleiben, heißt es am Markt. Manche Marktteilnehmer äußerten sich nach den jüngsten Krawallen von Anhängern des abgewählten Amtsinhabers Donald Trump bezüglich der Amtseinführung von Biden in der kommenden Woche etwas verunsichert.

Der Swiss Market Index (SMI) schloss um 0,26 Prozent tiefer mit 10.846,88 Punkten. Der SLI, der die 30 wichtigsten Aktien umfasst, verlor 0,12 Prozent auf 1.722,19 und der umfassende SPI 0,20 Prozent auf 13.465,39 Punkte. Im SLI standen sich 14 Gewinner und 16 Verlierer gegenüber.

Händler beschrieben den Markt als richtungslos. Während bei den Verlierern Finanzwerte gehäuft auftraten, waren bei den Gewinnern Vertreter aller Branchen zu finden. Den stärksten Rückschlag verbuchten allerdings die Aktien von Temenos (minus 3,1 Prozent). Der Genfer Bankensoftware-Spezialist hat mit den Angaben zum Geschäftsverlauf im vierten Quartal die Erwartungen bei der Umsatzentwicklung nicht ganz getroffen. Credit Suisse und Goldman Sachs haben zum Verkauf der Aktie geraten.

Dahinter folgten die Titel des Luxusgüterkonzerne Richemont (minus 1,7 Prozent) und Swatch (minus 0,9 Prozent), bei denen die Anleger nach dem starken Jahresauftakt Gewinne mitnahmen.

Auch bei den Bankaktien Credit Suisse (minus 1,0 Prozent) und UBS (minus 1,3 Prozent) sowie den Versicherungen Zurich (minus 1,1 Prozent) und Swiss Life (minus 0,4 Prozent) strichen Anleger Gewinne ein. Sie hatten von dem starken Anstieg der Renditen bei den US-Staatsanleihen profitiert, die den höchsten Stand seit März erreicht hatten.

Verluste gab es aber auch bei den zyklischen LafargeHolcim (minus 0,7 Prozent) und Adecco (minus 0,5 Prozent).

Großer Druck ging von den schwergewichtigen Pharmatiteln Roche (minus 0,7 Prozent) und Novartis (minus 0,4 Prozent) aus. Die Nachricht, dass der Roche-Partner Regeneron der US-Regierung bis Mitte des Jahres weitere 1,25 Millionen Dosen seines Covid-19-Cocktails verkaufen werde, sorgte für eher zurückhaltende Kommentare.

Angeführt wurden die Gewinner von Alcon (plus 2,7 Prozent). Wie aus einer Präsentation des Augenspezialisten hervorging, können die Aktionäre im laufenden Jahr auf eine Dividende hoffen. Demnach ist für 2021 eine Ausschüttung in Höhe von 10 Prozent des Reingewinns geplant.

Gefragt waren zudem die Anteile von ams (plus 1,9 Prozent). Sie verbuchen dank eines positiven Broker-Kommentars steigende Kurse. Zudem waren in Asien vor allem Aktien aus der Halbleiterbranche gefragt. Aber auch die steigende Chip-Nachfrage der Autoindustrie sorgte laut Händlern für Auftrieb.

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