Faymann stoppt Pläne für irre Coulthard-Fahrt
Faymann stoppt Pläne für irre Coulthard-Fahrt

Mister 1000 PS

Faymann stoppt Pläne für irre Coulthard-Fahrt

Zur Eröffnung der Autobahn A 6 sollte der Schotte den Asphalt auf Herz und Nieren testen - der Verkehrsminister stoppte die Aktion.

Grand Prix im Burgenland. In zwei Wochen sollte Formel-1-Star David Coulthard (36) das machen dürfen, wovon alle Männer träumen: Mit 320 km/h in seinem Red Bull-Rennauto über die Autobahn fetzen. Der Red-Bull-Racing-Pilot wurde von der Asfinag eingeladen, am 18.11. die Jungfernfahrt für die eben fertig gestellte Autobahn A6 zu absolvieren. Danach rauscht er im Privat-Jet nach Monaco, wo er mit Verlobter Karen Minier lebt.

Jetzt stoppte Verkehrsminister Faymann den irren Plan: Coulthard soll stattdessen seinen Besuch mit einer Verkehrssicherheitsaktion verbinden, hieß es aus dem Verkehrsministerium: "Mit 320 km/h auf einer Straße zu fahren, die für 130 km/h gebaut ist, ist nicht nur in verkehrspolitischer, sondern auch in umweltpolitischer Hinsicht ein vollkommen falsches Signal", so Faymann in einer Aussendung.

Wirbel um 320 km/h-Plan
Faymann nimmt damit den Kritikern der geplanten Asfinag-Aktion den Wind aus den Segeln: Diese stießen sich daran, dass die „Tempoüberschreitung“ nicht nur vollkommen legal sein sollte, Insider sprachen auch von einem beträchtlichen „Preisgeld“ für den schottischen Rennpiloten, obwohl er nur wenige Kilometer zu absolvieren gehabt hätte. Und Landesrätin Michaela Resetar kritisierte: „Ich finde diese Aktion ist eine Schnapsidee, da leider zu befürchten ist, dass Nachahmer den Verkehr gefährden."

Partymeile
Beim Event am Sonntag, den 18. November, steht der Bevölkerung die neue Strecke von 10.00 bis 17.00 Uhr zum Radeln, Skaten oder Spazieren zur Verfügung. Organisiert wird auch ein grenzüberschreitender Lauf für Erwachsene und Kinder. Die Asfinag wird in einer Ausstellung Pläne und Fotos zum Bau der Autobahn und archäologischen Funden zeigen.

Zur formellen Eröffnung am 19. November sind dann Bundeskanzler Alfred Gusenbauer (S), der slowakische Ministerpräsident Robert Fico, Minister Faymann und sein slowakischer Amtskollege Lubomir Vazny sowie die Landeshauptleute Erwin Pröll (V) und Hans Niessl (S) geladen.

Am 20. November wird die Nordostautobahn (A 6) für den Verkehr freigegeben: Die 22 Kilometer lange Strecke, verbindet die A 4 mit dem Grenzübergang Kittsee.

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