Fünf Millionen für vier Schiele-Bilder

Wiener Kunst-Kauf

Fünf Millionen für vier Schiele-Bilder

Schieles Junge Mutter und drei weitere Werke stehen ab sofort zur Gänze dem Wien Museum zur Verfügung. Nachdem Schieles Neffe Anton Peschka der Stadt seinen Erbanteil, den halben Besitz der vier Werke, bereits 1997 vermacht hatte, kauften die Stadt und das Wien Museum nun auch die zweite Hälfte an.

Bedeutendes Werk gesichert
"Eines der bedeutendsten Werke Schieles konnte so für Österreich gesichert werden“, bestätigt Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny. Immerhin wird die "Junge Mutter" auf einen Weltmarktwert von 22 Millionen Euro geschätzt. Wien zahlte für die Hälfte am Besitz der vier Werke fünf Millionen.

Sondermittel für die Kultur
Zehn Prozent des Ankaufpreises werden vom Wien Museum getragen. Erst auf mehrmaliges Nachfragen erläuterte der Stadtrat, aus welchen Budgettöpfen der Stadt Wien die restlichen 90 Prozent kommen: Für die Kultur werde es dafür zusätzliche Mittel aus dem Zentralbudget geben, ein fast ebenso großer Teil komme direkt aus dem Zentralbudget.

Leopold vom Preis überrascht
Schiele-Experte Rudolf Leopold hatte sich ebenfalls für die Junge Mutter interessiert: "Der Preis überrascht mich, von mir hatten die Erben einen fantastischen Preis verlangt. Aber ich bin froh, dass dieses wichtige Bild im Lande bleibt“, so Leopold zu ÖSTERREICH.

Sonderschau im Wien-Museum
Drei der vier Bilder sind ab sofort (und für die nächsten Wochen) im zweiten Stock des Museums im Rahmen einer kleinen Präsentation mit anderen Pretiosen aus der Wien um 1900-Sammlung ausgestellt. Das vierte Bild "Mödling II" wird derzeit kunsthistorisch untersucht.

"Junge Mutter" wichtigstes Werk
Neben dem mit Abstand bedeutendsten Werk, "Junge Mutter" (1917), eines der besterhaltenen Gemälde aus Schieles wichtigster Schaffensperiode, waren auch die Kreidezeichnung "Der tote Gustav Klimt im Profil nach links" (1918) sowie das kleine Bild "Blick vom Strand auf einen Dampfer" Teil des nun beschlossenen Ankaufs.

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