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Hitzerekord

Supergau für Skitourismus

Der Fremdenverkehr stöhnt unter den milden Temperaturen. In den leergefegten Skigebieten herrscht Katzenjammer.

Ein Blick auf das Wetterpanorama genügt, um zu sehen, dass die meisten Pisten des Landes aper sind.

Betriebe verlieren
In den leergefegten Gastronomie- und Hotelleriebetrieben herrscht Katzenjammer. Ulrich Ascher von der Kitzbüheler Berghütte Hennleiten klagt über stark rückläufige Umsätze: Wir nehmen heuer um ein Drittel weniger ein. Das ist nicht mehr wett, zu machen. Wenn es nicht bald schneit, wird es schlimm.

Umdenkprozess
Nur Hoffen ist bei Weitem nicht genug, meint dazu Peter Zellmann vom Institut für Freizeit- und Tourismusforschung. Die Auswirkungen des schlechten Winters werden sich in der kommenden Saison gravierend auswirken: Die Gäste werden sich an den heurigen schneelosen Winter erinnern und ihren nächsten Urlaub in einem anderen Land buchen. Das könnte massive Wirtschaftsprobleme auslösen, denn jeder vierte Job in Österreich hängt zumindest indirekt mit dem Tourismus zusammen.

Es gibt nur einen Lösungsansatz, sagt der Tourismusforscher: Die Beschneiung muss weiterentwickelt werden. In den USA werden bei Plusgraden auch Pisten über 1.500 Meter mit Kunstschnee bedeckt. Alle Alternativprogramme wie Wellness, Wandern oder neue Trendsportarten könnten die wirtschaftlichen Verluste nicht ausgleichen, denn, keiner will im Skigebiet nur spazieren gehen, so Zellmann.

Die Wirtschaftskammer erwartet trotz rückläufiger Nächtigungszahlen ein Umsatzplus von vier Prozent. Der Totaleinbruch in der Wintersaison soll durch Städte- und Wellnesstourismus wettgemacht werden.

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