Al-Kaida: Todes-
Ultimatum an Österreich

"Zahlt, oder sie töten mich"

Al-Kaida: Todes-
Ultimatum an Österreich

Geld-Poker um entführten Wiener Studenten: Verhandler haben nur noch 3 Tage Zeit.

„Ja, es gibt ein Ultimatum“, bestätigte Martin Weiss, Sprecher des Wiener Außenamts am Sonntag gegenüber ÖSTERREICH. Die Frist der Al-Kaida-Terroristen laufe am kommenden Donnerstag ab, sagte der Student im Video, das auf YouTube veröffentlicht wurde. Wörtlich sagte Dominik N.: „Sie wollen Lösegeld (...) Andernfalls werden sie mich sieben Tage nach Veröffentlichung dieses Videos töten.“

Arabische Medien: 37 Mio. Euro werden gefordert
Der knappe Film wurde am 21. Februar ins Netz gestellt. Jemen-Medien sprechen von einer Lösegeldsumme in der Höhe von 50 Millionen Dollar (37 Mio. Euro) – eine absurd hohe Summe, die allerdings von keiner Seite bestätigt wird.

Neben dem Österreicher und den Finnen befinden sich noch eine Schweizer Lehrerin und ein saudischer Diplomat in der Hand der Al-Kaida. Ein junger Holländer, der ebenfalls seit Weihnachten 2012 festgehalten wurde, kam am Sonntag frei. Offen ist allerdings, ob alle Geiseln in der Hand einer Gruppe sind. Dominik N. hat seine Schicksalsgenossen in dem Video nicht erwähnt.

Derzeit versuchen österreichische Sicherheitsleute mit finnischen Experten und der Regierung im Jemen eine Lösung zu finden. In Wien tagt der Krisenstab. Die Eltern des Studenten werden psychologisch betreut.

Entführte Europäer an Terror-Netzwerk verkauft
Der Arabistik-Student ist am 21. Dezember gemeinsam mit den Finnen in der Hauptstadt Sanaa entführt worden. Zuerst wurde er von einem lokalen Clan festgehalten. Dieser wollte 7 Mio. € Lösegeld. Letztlich wurden Dominik N. und seine Freunde um 8,5 Mio. Euro an die Al-Kaida im Süden „weiterverkauft“.

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