Asyl-Report: Minus 29 Prozent

Neueste Zahlen

Asyl-Report: Minus 29 Prozent

Wien. 2.881 Personen kamen in den ersten drei Monaten an. Im Vorjahr waren es im gleichen Zeitraum noch 4.050.  Top-Nationen sind Syrien, ­Afghanistan und Iran (siehe Grafik). Zwar bedeuten die Neuankünfte in Summe ein Minus von 29 %. Dennoch warnt das Innenministerium:

  • 12 Prozent. Langsam gehen die Zahlen wieder nach oben. So waren es im März 2019 deutlich mehr Asylanträge:  ein Plus von 12 Prozent.
  • Balkan. Auch in Griechenland und in der Balkanregion ist die Anzahl von Aufgriffen gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich angestiegen. In Griechenland kam es zuletzt sogar zu schweren Ausschreitungen in Flüchtlingscamps.

Alarm. Für Innenminister Herbert Kickl bedeuten die neuesten Zahlen kein Ruhekissen: „Das ist kein Grund, dass wir uns zufrieden zurücklehnen, sondern ganz im Gegenteil. Der Migrationsdruck wird wieder zunehmen.“ Er setzt auf konsequente Außerlandesbringungen und schnelle Verfahren. Und: „Weil der Migrationsdruck zunehmen wird, nehmen wir auf der anderen Seite unser Recht in Anspruch, Grenzkontrollen fortzusetzen“.

Gebot der Stunde sei enge Kooperation mit der EU und den Staaten am Westbalkan. Die Botschaft an die Schlepper müsse klar sein, so Kickl: „Lasst es bleiben, ihr kommt nicht durch.“ Ein Asylverfahren dauert im Schnitt drei Monate. Derzeit befinden sich 38.968 Personen in Grundversorgung.

Die Flüchtlingsrouten

Im 1. Quartal 2019 wurden 15.400 Flüchtlings-Ankünfte im Mittelmeerraum verzeichnet. Das ist zwar ein Rückgang, weil die Route von Libyen nach Italien praktisch geschlossen ist. Nur 524 kamen in Italien an.

Gleichzeitig steigen aber die Ankünfte in Griechenland und Spanien wieder deutlich: plus 40 Prozent.

Der größte Anteil der Ankünfte entfällt inzwischen wieder auf Griechenland. 33 Prozent ­kamen hier via Landweg, 67 Prozent per Boot via Ägäis.

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