Austro-Journalist Max bleibt weiter in Haft

Polizeigewahrsam verlängert

Austro-Journalist Max bleibt weiter in Haft

Ankara. Seit Dienstag sitzt der Austro-Journalist Max Zirngast in der Türkei hinter Gittern. Der Vorwurf: Unterstützung einer terroristischen Vereinigung. Was genau Zirngast getan haben soll, bleibt im Dunkeln.

Polizeigewahrsam verlängert

Am Freitag trafen sich Verteidigung und Staatsanwaltschaft um zu beraten wie es mit Max weitergeht. Peter Guschelbauer vom Außenministerium sagt gegenüber ÖSTERREICH, dass die Polizei-Haft für Zirngast um vier Tage verlängert wurde.

Er muss nun maximal vier Tage in Polizeigewahrsam bleiben. Danach wird entschieden, ob er in U-Haft übergeht oder nicht.

Bundeskanzler Sebastian Kurz verlangte die "sofortige Freilassung" Zirngasts, sollte die Türkei die Vorwürfe nicht konkretisieren. Passiert ist nichts: Die österreichische Botschaft vor Ort erhielt bisher keinen Zugang zu ihm.
 
Druckmittel. „Wir bekommen keine Informationen, selbst die Anwälte wissen nicht, wie die Vorwürfe lauten“, sagte Zirngasts enger Kollege Güney Işıkara zu ÖSTERREICH. Die Polizei habe den Fall als „vertraulich“ eingestuft, so Işıkara.
 
Zirngast ist eine Geisel Erdoğans. "Sie werden das als Druckmittel für Verhandlungen hernehmen. Erdoğan will einen Deal herausschlagen", sagte die grüne Ex-Na­tionalrätin Berîvan Aslan zu ÖSTERREICH.
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