19-jähriger Steirer stahl Corvette

Er wollte zum GTI-Treffen

19-jähriger Steirer stahl Corvette

Der Bursch wurde zu sechs Monaten bedingter Haft verurteilt.

Ein 19-jähriger Schüler, der Anfang Juni einen US-Sportwagen des Typs Chevrolet Corvette aus einem Autohaus gestohlen und dort zuvor in der Toilette Feuer gelegt hatte, ist am Freitag am Grazer Landesgericht zu sechs Monaten bedingter Haft verurteilt worden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der Schüler wollte als Autofan mit dem Luxuswagen zum GTI-Treffen nach Reifnitz und dort "auffallen und angeben", wie er sagte.

Wegen Stornogebühr: Feuer in Autohaus gelegt
Zu den Anklagepunkten Diebstahl und Sachbeschädigung zeigte sich der junge Steirer voll geständig. Der "Autofan", wie er sich selbst bezeichnete, hatte bei einem Grazer Autohändler einen Kaufvertrag für den rund 50.000 Euro Luxuswagen unterschrieben, von dem er aber - mangels Liquidität - zurücktreten musste. Die Stornogebühr von ursprünglich 7.500 Euro wollte der 19-Jährige nicht bezahlen. "Aus Frustration" legte er in der Toilette Feuer, um den Autohändler "von der Stornogebühr abzulenken". Anfang Juni brach er dann in das Autohaus ein und stahl die Corvette, Typ C6 Coupe, um Richtung GTI-Treffen zu fahren. Vor Gericht begründete der bisher unbescholtene junge Mann, dass er dort auf diese Weise "am leichtesten angeben und auffallen" hätte können.

Aber soweit kam der Schüler gar nicht. Auf dem Weg über die Pack wurde er von der Autobahnpolizei routinemäßig angehalten. Diese stellte fest, dass die Daten von Fahrzeug und Kennzeichen nicht übereinstimmten.

Vater bezahlte den Schaden
Wie es vor Gericht hieß, sei der Schaden, der dem Autohändler entstanden sei, schon vom Vater des Angeklagten beglichen worden. Er übernehme aber die Verantwortung für alles, auch finanziell, so der Angeklagte: "Sobald ich berufstätig bin, werde ich meinem Vater alles zurückzahlen."

Richter Christoph Lichtenberg wunderte sich dennoch über die Autovernarrtheit, die den Schüler und Besitzer eines Audi zum Dieb werden ließ: "Ein Audi A4 ist keine schlechte Kraxen. Wissen Sie, was ich als Schüler in Ihrem Alter für ein Gefährt hatte? Ein Radl", merkte er an.

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