Experte: Wien ist „Jihad-Hauptstadt“

"Radikales Zentrum"

Experte: Wien ist „Jihad-Hauptstadt“

Wien soll als eine Art Jihadisten-Hochburg dienen, berichtet das "Servus Journal". Das zumindest behauptet ein Terror-Experte der Fakultät für Kriminologie in Sarajewo gegenüber dem Salzburger Sender. Wien sei demnach das Zentrum der Radikalisierung innerhalb der EU. Im Fokus stehen vor allem radikale Islamisten aus Bosnien, die für den heiligen Krieg nach Syrien reisen. Wie Servus TV in einer Presseaussendung bekräftigt, seien diese in Wien und Österreich indoktriniert worden.

Bosnien als neuer Jihadistenstaat?
Könnte Bosnien zu einem Jihadistenstaat vor der Haustüre der EU werden? Nicht, solange die EU den Zerfall des Staates verhindert, betonen politische Experten in Sarajevo. "Die bosnischen Muslime werden sich am Westen orientieren, solange der Westen die territoriale und rechtliche Integrität des Landes garantiert", sagt der Analyst Srecko Latal im Gespräch mit österreichischen Journalisten.

"Politiker schüren Spannungen"
Zwei Jahrzehnte nach dem Ende des Bürgerkriegs stehe Bosnien heuer "an einer entscheidenden Weggabelung", glaubt Latal. Die ethnischen Spannungen nehmen zu, weil sie von den Politikern geschürt werden. Die EU werde zunehmend marginalisiert, während Länder wie Russland oder die Türkei ihren Einfluss im Land zu stärken versuchen. "Die EU verliert das PR-Spiel", beklagt Latal.

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