Häftlinge flüchten mit

Salzburg

Häftlinge flüchten mit "Schubandeltrick"

Die beiden Männer schlüpften in der Wohnung einer Bekannten unter.

Mit einem "Schuhbandeltrick" ist zwei Gefangenen der Justizanstalt Salzburg gestern, Donnerstag, die Flucht während eines Gruppenausflugs in der Hellbrunner Allee in der Stadt Salzburg gelungen. Die 22-jährigen Häftlinge täuschten beim Walken vor, dass sie Probleme mit den Schuhbändern hätten. Sie blieben etwas zurück und machten sich aus dem Staub. Sie wurden in Hallein von der Polizei gefasst.

Vergünstigungen werden entzogen

Die zwei Straftäter, ein Stadt Salzburger und ein Brasilianer, waren wegen Eigentumsdelikte verurteilt worden. "Deshalb haben wir sie nicht als sicherheitsgefährlich eingestuft. Ein Gruppenausgang ist die Vorstufe für einen unbewachten Ausgang, zum Beispiel tagsüber, um die Familie zu besuchen", erklärte der Leiter der Justizanstalt, Oberst Dietmar Knebel. "Jetzt haben sich die beiden diese Möglichkeit vertan. Ihnen werden alle bis dato erhaltenen Vergünstigungen entzogen."

Zwei Justizwachebeamte hatten das Häftlings-Duo und eine Handvoll weiterer Gefängnisinsassen am Donnerstagnachmittag beim Sport in der Allee begleitet. Die Beamten bemerkten die Flucht der zwei Straftäter zwar "relativ schnell", wie Polizei-Sprecher Anton Schentz schilderte, sie konnten die beiden aber nicht mehr entwischen. "Die waren flott unterwegs."

Unterschlupf in Hallein
Nach ihrer Flucht tauchten die Straftäter bei einer Bekannten in Hallein unter. Gegen Mitternacht versuchten sie per Handy eine andere Bekannte zu erpressen. Falls sie ihnen nicht ein paar hundert Euro aushändige, würde ihren Enkeln etwas passieren, drohten die Männer. Die Frau alarmierte die Polizei. Die Beamten konnten nach intensiven Ermittlungen die Häftlinge bei der mutmaßlichen Mittäterin ausforschen, die in der Nähe des Erpressungsopfers wohnte.

Als die Polizisten in die Halleiner Wohnung kamen, hatte sich einer der beiden Flüchtlinge hinter einem Kasten versteckt, der andere hinter einer Zimmertüre. "Sie ließen sich widerstandslos festnehmen. Es wurde niemand verletzt", sagte der Polizei-Sprecher. Die 22-Jährigen sitzen jetzt wieder hinter Gitter. Spaziergänge der beiden sind nur mehr innerhalb der Justizanstalt erlaubt. Das Duo war wegen Einbruchsdiebstähle, Sachbeschädigung, Fahrzeugdiebstahls und Betrugs verurteilt worden.

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