Hier wird der Brenner zur Festung

Der 3-Stufen-Plan

Hier wird der Brenner zur Festung

Trotz heftiger Proteste aus Rom und Brüssel gehen die Bauarbeiten am Brenner weiter. Nach einem Drei-Stufen-Plan sollen Autobahn und Brenner Bundesstraße bis Ende Mai dichtgemacht werden.

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  • Dach: Mit Stufe eins wurde – wie berichtet – bereits am Montag begonnen: Arbeiter montierten Leitschienen ab. Gleichzeitig sind die Fundamente für ein Flugdach über die Autobahn betoniert worden. Das Dach wird von Stahlträgern gehalten, soll die Autobahn überspannen. An der Brenner Bundesstraße werden Checkpoints errichtet.
  • Zäune: An beiden Seiten der Autobahn werden 400 bis 500 Meter lange Zäune gebaut. Sie sollen bis zu den steilen Berghängen reichen und mögliche Flüchtlingsströme trichterartig kanalisieren.
  • Pkws: Der Verkehr wird in Zukunft nach dem Brenner-Tunnel in Fahrtrichtung Innsbruck auf 30 km/h verlangsamt. Zwei Spuren für Pkws wird es geben, zwei für Lkws. Verdächtige Fahrzeuge werden in den Kontrollbereich auf den jetzigen Lkw-Parkplatz geleitet.
     

Brenner Grenzzaun © APA
Quelle: APA

Container und Zelte in 
Nickelsdorf, Heiligenkreuz

Auch die Planungen für den Grenzausbau in Nickelsdorf und Heiligenkreuz im Burgenland sind abgeschlossen. Großraumzelte zum Warten und zur Kontrolle der Flüchtlinge stehen bereits. Zusätzlich werden noch Container aufgestellt. Bei einem möglichen Zaun gibt es noch Schwierigkeiten. Mit den Grundbesitzern wird erst geredet. Laut Polizeisprecherin Claudia Landauer sollen die Grenzkontrollen fix ab 
1. Juni starten.

Karl Wendl

Brenner Grenzzaun © APA
500 Meter Grenzzaun: Er wird links und rechts neben der Autobahn errichtet und reicht bis zu den Berghängen.  (Quelle: APA)

Brenner Grenzzaun © APA
Leitschienen abmontiert: Von der Autobahn werden Fahrzeuge zur Kontrolle auf Lkw-Parkplatz geleitet.(Quelle: APA)

Schlepper bringen mehr Menschen in das Land

Die verschärften Einreisekontrollen in Spielfeld haben im ersten Quartal Wirkung gezeigt. Doch seit die Behörden dort fast niemanden mehr über die Grenzen lassen, blüht das schmutzige Geschäft der Schlepper wieder.

  • Anstieg. In den ersten drei Monaten verzeichneten die Behörden 14.328 Asylanträge, meistens unter 800 Fälle pro Woche. In der vergangenen Woche (4.–10. April) wurden dagegen 1.045 Anträge registriert. Das sind 293 mehr als in der Woche davor, so die aktuellen Zahlen aus dem Innenministerium.
  • Aufgriffe im Inland. Nur: Der absolut größte Teil der Asylanträge wird nicht an den Grenzen gestellt, sondern von Flüchtlingen, die im Inland von Schleppern abgeladen werden und die nächste Polizeistation finden müssen.
  • Grenze dicht. Im Innenministerium bestätigt man, dass der Anstieg der Asylzahlen durch mehr Aktivität von Schleppern verursacht wird. Konkret: Immer mehr Flüchtlinge lassen sich über die Grenze schmuggeln, seit die Kon­trollen dort verschärft wurden. Damit entgehen sie auch einer Rückschiebung.
  • Hauptstrecke Ungarn. Aus der Landespolizeidirektion Burgenland wird bestätigt, dass die Hauptroute für Schlepper aus Ungarn über das Burgenland führt. Die Exekutive verzeichnet einen starken Anstieg der Aufgriffe von Flüchtlingen – aber auch von Schleppern, die an der Grenze geschnappt werden. Nachdem die Westbalkan-Route gesperrt ist, geht es jetzt über Rumänien und Ungarn.

(pli)

VIDEO: Auch Deutschland verschärft seinen Kampf gegen Schleuser. Außerdem verbessern neue Integrations und Anti-Terror-Gesetze die Möglichkeiten des Staats.

Video zum Thema Flüchtlingskrise&Terror: neue Gesetze
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