Höhlendrama - Bergung hat begonnen
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Veletzter ist transportfähig

Höhlendrama - Bergung hat begonnen

Hochspannung in Bayern: Wie schnell gelingt es, den Forscher zu bergen?

Der Nerven­krimi ist auf seinem Höhepunkt: Am Donnerstag begann die Bergung des seit Sonntag in der  Riesending-Schachthöhle gefangenen Forschers Johann Westhauser (52). „Er ist transportfähig“, meldete der österreichische Arzt  Martin Göksu Donnerstag via Textsystem Cable­Link an die Oberfläche.

Medikamente für Opfer vor komplizierter Bergung
Einen Tag zuvor schaffte es Göksu nach einem 24-Stunden-Kampf durch die nasskalte, rutschige Höhle mit Schluchten, Wasserfällen, senkrechten Schächten und Steinschlaggefahr bis zum Verletzten in 950 Meter Tiefe. Opfer Westhauser erlitt durch einen Steinschlag am Kopf ein Schädel-Hirn-Trauma, der Familienvater Göksu aus Stockerau stellte fest, dass der Gesundheitszustand ¬stabil ist, ging aber auf ¬Nummer sicher: „Bevor der Transport losging wurde er mit Medikamenten versorgt so Gerhard Gröbel von der Bergwacht Bayern.

Diashow: Rettungsaktion am Untersberg

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Rettung aus der
Rettung aus der "Riesending Schachthöhle"
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Rettung aus der "Riesending Schachthöhle"
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Rettung aus der "Riesending Schachthöhle"

Drei österreichische Teams sind in der Höhle
Der Plan: Westhauser soll Meter für Meter vorsichtig auf einer flexiblen Trage nach oben geschleppt werden. Pro Tag ist eine Etappe – von einem zum nächsten der fünf Biwaks – vorgesehen. Die Bergung dauert mindestens sechs Tage, bei Gewittern verzögert sich der Drahtseilakt, muss das Retterteam Unterschlupf suchen. Göksu, der auch Taucher ist, muss Westhauser permanent überwachen. Für die Versorgung und Infrastruktur waren am Donnerstag sechs Rettungsteams aus.

Zu Hause zittert Göksus Familie (Maria und die Töchter Anna und Julia, er nennt sie liebevoll „meine Zwerge“) mit. In Stockerau denkt Vater Fethi, ein pensionierter Arzt, jede Sekunde an seinen Sohn: „Ich verlasse mich voll auf seine Fähigkeiten“, meint er zu ÖSTERREICH.

J. Prüller

Ein Freund spricht nun über den Artzt-Helden

ÖSTERREICH: Sie sind ein Höhlenkamerad von Martin Göksu. Wie schätzen Sie die Situation in der Höhle ein?
Andreas Bigler: Das Er­reichen des Verletzten war extrem schwierig, psychisch und konditionell anspruchsvoll. Der Stressfaktor bei den Rettern ist sehr groß, es braucht jemand, der psychisch stabil ist.

ÖSTERREICH: Hat Martin die Voraussetzungen, diese Aufgabe zu meistern?
Bigler: Martin ist sehr stressresistent, er ist voll bei der Sache. Ich habe ­volles Vertrauen zu ihm, er ist ein besonnener Profi, der einen perfekten Job macht.

ÖSTERREICH: Wie schwierig wird der Rücktransport?
Bigler: Es gibt viele Engstellen, wo der Arzt bei der Trage sein muss. Martin ist einer, der cool bleibt und besonnen agiert. Er handelt überlegt, und das ist da unten ganz wichtig.

ÖSTERREICH: Wird die Rettung gelingen?
Bigler: Ich vertraue dem gesamten Rettungsteam, weil alle Profis sind.

Göksus Vater: "Ich denke ganze Zeit an ihn"

ÖSTERREICH: Ihr Sohn rettet den verletzten Forscher – wie geht es Ihnen?
FETHI GÖKSU: Ich denke die ganze Zeit an ihn. Ich bin froh, dass es ihm gut geht.

ÖSTERREICH: Kann er das schaffen?
GÖKSU: Ja, ich verlasse mich voll auf seine Fähigkeiten. Ich hoffe, alle kommen gesund aus der Höhle. Er wird das schaffen, er ist seit Jahren in der Höhlenrettung tätig.

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