Zeuge über Todessprung

"Ich sah Winzer Gerald sterben"

Notschirm öffnete sich - doch er verdrehte sich. Ausrüstung wird untersucht. 

Es sollte ein grandioser Auftakt für die heurige Fallschirm-Saison werden. Doch für die fast 70 begeisterten Fallschirmspringer am Meidl Airport, einem Flugplatz nahe an der burgenländisch-ungarischen Grenze, endete das Treffen mit einer Tragödie.

ÖSTERREICH sprach mit dem Springerkollegen, der von unten zusehen musste, wie der Star-Winzer und wagemutige „Luftikus“ Gerald Leberl brutal in den Tod stürzte.

Das Drama geschah bei Leberls Sprung Nummer 1.208: „Es war schrecklich. Gerald war so erfahren. Seit mehr als zehn Jahren betrieb er diesen Sport“, erzählt der Augenzeuge mit zitternder Stimme.

Rückblick
Um kurz nach fünf Uhr am Samstagnachmittag setzte einer der besten Winzer Österreichs seinen schwarzen Helm auf und kletterte in das Kleinsportflugzeug.

Der Augenzeuge erinnert sich: „Gerald ist in einer Höhe von 4.000 Metern aus dem Flugzeug gesprungen. Dann muss er mit einer Geschwindigkeit von 200 km/h gefallen sein. So weit war alles ganz normal. Doch auf einer Höhe von 1.000 Metern hätte sich sein Fallschirm öffnen müssen.“

Todeskampf
Doch der Schirm blieb zu. Der Burgenländer schleuderte ungebremst dem Boden entgegen. „Er hat dann am roten Griff gezogen. Der Reserveschirm ging zwar auf, aber verdrehte sich komplett. Dadurch hatte Gerald die Kontrolle verloren und er konnte seine Landung nicht mehr kontrolliert vorbereiten.“

Um 17:59 Uhr schlug Gerald Leberl mit dem Kopf auf dem Boden auf. Er war auf der Stelle tot. Die Untersuchungen an der Ausrüstung sind am Laufen.

Video: Atemberaubender Sprung von Gerald Leberl in Lauterbrunnen (Schweiz) vor 2 Jahren:

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