Lawinen-Experte stirbt bei Erkundungstour

Zillertal/Tirol

Lawinen-Experte stirbt bei Erkundungstour

Ein Mitarbeiter der Bergbahnen ist am Mittwoch im Skigebiet Hochfügen in der Gemeinde Fügenberg im Tiroler Zillertal (Bezirk Schwaz) beim Erstellen eines Schneeprofils von einer Lawine erfasst und getötet worden. Der Mann war gemeinsam mit einem Kollegen zur Beurteilung der Lawinengefahr im freien Gelände. Dort wurden die beiden von einem Schneebrett verschüttet.

Die Lawine hatte sich gegen 14.30 Uhr unterhalb des sogenannten "Pfaffenbühels" gelöst. Während einer der beiden Bergbahnmitarbeiter nur teilverschüttet wurde und die Rettungskette in Gang setzte, wurde der andere unter den Schneemassen begraben.

Der 49-Jährige wurde bei der sofort eingeleiteten Suchaktion gefunden und geborgen. Für ihn kam aber jede Hilfe zu spät, alle Reanimationsversuche blieben ohne Erfolg. Angehörige und Arbeitskollegen wurden psychologisch betreut. Die Erhebungen der Alpinpolizei waren vorerst noch nicht abgeschlossen.

"In Tirol werden pro Jahr an die 1.000 Schneeprofile erstellt und dokumentiert", erklärte Harald Riedl, Leiter der Tiroler Lawinenkommissionen-Ausbildung, im Gespräch mit der APA. Seit elf Jahren sei ihm kein Vorfall bekannt, bei dem es dabei zu einem derartigen Unfall gekommen sei. "Aber solch ein tragisches Unglück könne nicht gänzlich ausgeschlossen werden", meinte Riedl. Denn bei der Erstellung eines Schneeprofiles lasse es sich nicht vermeiden, dass ein "gewisses Restrisiko" bestehen bleibt.

Diesen Artikel teilen:

Posten Sie Ihre Meinung

Kommentare ausblenden

Anzeigen

Werbung

Jetzt Live
Diese Videos könnten Sie auch interessieren
Wiederholen
Jetzt NEU

oe24.TV im Livestream: 24 Stunden News!

Live auf oe24.TV 1 / 10

Top Gelesen 1 / 5

Diese Website verwendet Cookies
Cookies dienen der Benutzerführung und der Webanalyse und helfen dabei, die Funktionalität der Website zu verbessern, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Nähere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Impressum  
Es gibt neue Nachrichten