Mann starb an Über- Dosis: Ärztin schuldig

Urteil in Innsbruck

Mann starb an Über- Dosis: Ärztin schuldig

Der Prozess gegen drei Tiroler Ärzte wegen des Vergehens der fahrlässigen Tötung hat am Dienstagabend am Landesgericht Innsbruck mit einem Schuld- und zwei Freisprüchen geendet. Die angeklagte Oberärztin wurde zu einer Geldstrafe in der Höhe von 9.600 Euro, die Hälfte davon bedingt, verurteilt. Die beiden Turnusärzte wurden freigesprochen. Das Urteil war vorerst nicht rechtskräftig.

"Hätten die falsche Dossierung erkennen müssen"
Sie hätten die falsche Dosierung des Medikaments erkennen müssen", meinte Richterin Verena Offer in Richtung der Oberärztin. Sie hätte sich außerdem auf die Angaben der Turnusärztin nicht verlassen dürfen, begründete die Richterin den Schuldspruch. Die beiden Turnusärzte hingegen könne man das Unwissen über das Medikament und dessen richtige Dosierung nicht vorwerfen, sagte Offer.

Den Medizinern im Alter von 31 bis 39 Jahren wurde vorgeworfen, einem 76-jährigen Patienten eine Medikamentenüberdosis verabreicht zu haben, was zu dessen Tod führte. Der Mann war im Februar des vergangen Jahres wegen einer Harnwegsinfektion im Krankenhaus Kufstein aufgenommen worden. Aufgrund eines Übertragungsfehlers bei der Medikamentenliste wurden dem Patienten anstatt einmal wöchentlich, einmal täglich zehn Milligramm des Medikaments Ebetrexat verabreicht.
 

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