Nathalie (23)  im Horrorknast

Drama um "Kokainkurierin"

Nathalie (23) im Horrorknast

Schon seit Ende November sitzt eine 23-Jährige in berüchtigtem Knast.

Zu lachen hat sie schon seit vielen Wochen nichts mehr. Die lebenslustige Oberösterreicherin, die zuletzt in Wien wohnte, sitzt hinter Gittern. Im berüchtigten kolumbianischen Frauengefängnis „El Buen Pastor de Bogotá“, das übersetzt „Guter Hirte“ bedeutet. Dort fristet sie ihr karges Dasein in der Zelle Nummer 58 im fünften Trakt.
Über das Drama der jungen Frau wurde schon Mitte Dezember erstmals berichtet. Jetzt steht fest, dass es sich um die 23-Jährige Nathalie Raphaela H. aus Ried im Innkreis handelt

Der Horror für die gebürtige Oberösterreicherin begann vor einer Flugreise. Mit ihrem bolivianischen Freund verbrachte die 23-jährige Physiotherapeutin Urlaubstage in Kolumbien. Gemeinsam wollten sie dann am 20. November nach Spanien fliegen. Am Flughafen Eldorado hieß es dann: Endsta­tion. Der Flughafenpolizei ist das Gepäck ins Auge gestochen. Schließlich wurden in beiden Koffern je fünf Kilo Kokain gefunden.

Einige Passagiere wurden Zeugen, wie die junge Frau verzweifelt um Hilfe schrie und immer wieder beteuerte, dass ihr das Kokain nicht gehöre.

Und die junge Frau – sie ist Tochter eines PR-Agenturbesitzers – könnte tatsächlich in eine Falle getappt sein. Immer öfter wird von Fällen berichtet, dass Ausländer von Kriminellen bewusst als Drogenkuriere missbraucht werden. In diesem Fall könnte ein Bekannter ihres Freundes die Koffer manipuliert haben. Tatsache ist, dass auch die Ermittler vor Ort davon ausgehen, dass Nathalie eher Opfer als Täterin ist.

Vater von Opfer: „Meine Tochter ist unschuldig“
Ihr Vater beteuert jedenfalls: „Meine Tochter ist unschuldig.“ Unterstützung kommt auch von Österreichs Botschafter in Kolumbien, Andreas Liebmann: „Wir glauben, dass die junge Frau getäuscht wurde“, so der Diplomat. In den nächsten Tagen steht eine neuerliche Anhörung an. Auch wurde bereits Kontakt zu den Behörden aufgenommen, damit die Eltern, die nach Kolumbien gereist sind, ihre Tochter besuchen können.

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