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Schleppertätigkeit nimmt zu

Neue Flüchtlingswelle vor dem Winter

10.000 in Italien gelandet - Protest am Balkan gestoppt.

Die Zahlen aus dem Mit­telmeer und aus Griechenland zeigen deutlich: Kurz vor dem Winter nimmt die Schleppertätigkeit drastisch zu. So rettete die italienische Küstenwache seit Dienstag bei 33 verschiedenen Einsätzen 4.655 Flüchtlinge.

Die Migranten saßen an Bord von 27 Schlauchbooten und fünf kleineren Fischerbooten. Die Schiffe legten 
 in Libyen ab. Insgesamt ­wurden damit diese Woche knapp 10.000 Menschen im Mittelmeer gerettet und nach Itaalien gebracht.

Winter-Ansturm über das Mittelmeer nach Italien

Zwischen 1. Jänner und 2. Oktober 2016 sind somit 140.441 Personen in Italien angekommen. Bisher hat Italien die Flüchtlinge nicht in Richtung Norden „weitergewunken“. Österreich konnte dadurch die Zahl der Asyl­anträge stabil halten. 23.500 Asylanträge sind 2016 positiv erledigt worden. Steigt der Ansturm nicht an, könnte Österreich bis ­Jahresende um rund 2.000 unter der festgelegten Obergrenze von 37.500 bleiben.

Video zum Thema: "Täglich starten Dutzende Flüchtlingsboote nach Sizilien"
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Flüchtlingsmarsch in Serbien aufgelöst

Die Lage könnte sich aber auch auf der Balkanroute wieder zuspitzen: Mehr als 60.000 Flüchtlinge sitzen in Griechenland fest. Auch in Serbien sind 7.400 Mi­granten gestrandet.

Etwa 350 davon haben sich aus Protest gegen die Sperre von Belgrad aus auf den Weg an die ungarische Grenze gemacht. Der Treck wurde allerdings am Mittwoch 40 Kilometer nördlich von Belgrad aufgehalten. Die Menschen, die bisher in improvisierten Lagern waren, sollen jetzt in staatlichen Aufnahmezen­tren untergebracht werden.

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel kristisierte indes in einem "Zeit-Interview abermals die Schließung der Balkanroute. Diese habe das Problem nicht gelöst, so Merkel. Nur das EU-Türkei-Abkommen habe eine Lösung gebracht. Doch dieser Deal wackelt.

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