(c) Georg Köchler

Nach Felssturzgefahr

Sölden wieder erreichbar

Sölden ist nicht mehr von der Außenwelt abgeschnitten. Die Straße in den Skiort ist nach der Felssturzgefahr wieder passierbar.

Die nach einem Felssturz gesperrte Straße B186 in den Tiroler Skiort Sölden im Bezirk Imst ist am Freitagnachmittag wieder für den Verkehr freigegeben worden. Seit Donnerstagabend war Sölden nur noch zu Fuß erreichbar gewesen. Im ausgebuchten Wintersportort saßen laut Polizei etwa 12.000 Gäste und 3.000 Einheimische fest. Ein Hubschrauber des Bundesheerstützpunktes Schwaz stand für eventuelle Hilfeleistungen auf Abruf bereit. Ausgeflogen wurde aber niemand.

Kleinere Felsabbrüche zuvor
Bereits am Mittwoch habe es kleinere Felsabbrüche gegeben, teilte das Baubezirksamt Imst mit. Da es auch am Donnerstag immer wieder zu kleinen Felsstürzen gekommen war, habe man die einzige Zufahrtsstraße in den Ort schließlich aus Sicherheitsgründen gesperrt. Im Laufe des Freitagvormittag wurden mehrere Sprengungen durchgeführt. Die Beseitigung der Geröllmassen zog sich bis zum Nachmittag hin. Gegen 14.00 Uhr wurde die Straße erstmals für etwa eine Stunde für den Verkehr freigegeben. Die endgültige Öffnung sollte am späteren Nachmittag erfolgen.

Auslöser vermutlich milde Temperaturen
Auslöser für die Felsstürze seien vermutlich die milden Temperaturen gewesen, hieß es bei der Polizei gegenüber der APA. Wahrscheinlich sei Wasser ins Gestein eingedrungen und über Nacht gefroren. Dadurch könnten sich einzelne Felsbrocken gelöst haben. Normalerweise gebe es solche Zwischenfälle erst im März oder April. Die Gefahr sei noch nicht gebannt. Bei den momentan herrschenden Witterungsverhältnissen könne es jederzeit wieder zu einem derartigen Vorfall kommen, erklärte die Polizei.

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