Soldaten vertreiben Bankomat-Bomber

In letzter Sekunde

Soldaten vertreiben Bankomat-Bomber

Bevor maskierte Bankomat-Knacker eine mächtige Explosion auslösen konnten, wurden sie im Burgenland von Assistenzsoldaten verjagt.

Der Trick ist alt, aber effektiv: In der Nacht auf Sonntag schlichen zwei Männer in das Foyer der Raika Halbturn und machten sich an die Arbeit. Nachdem sie Öffnungen in den Bankomaten gebohrt hatten, leiteten sie ein explosives Gasgemisch in den Apparat und verstopften die Löcher mit Plastilin. Dann verlegten sie eine benzingetränkte Lunte vom Gerät bis vor das Gebäude.

Gestört
"In diesem Moment müssen wir sie gestört haben“, so Rekrut Stefan Samhaber zu ÖSTERREICH. Zusammen mit seinem Kameraden Josef Maleschits war der Soldat gegen 4 Uhr im Rahmen des Assistenzeinsatzes auf Streife in der Gemeinde, als den Männern ein Auto vor der Bank auffiel. Am Steuer des silbernen Peugeot 407 saß ein Unbekannter, der sofort wild zu gestikulieren begann, als die Grenzschützer auftauchten. "Daraufhin sind zwei Maskierte aus der Raika gerannt, ins Auto gesprungen und dann sind die drei Richtung Grenze davongerast“, so Rekrut Samhaber. Die Nummernschilder des Fahrzeugs stammten übrigens aus dem Bezirk Neusiedl am See.

Alarm
Die Soldaten schlugen bei Vorgesetzten und Polizei Alarm, wenig später wimmelte es in der Gemeinde von Uniformierten. Nachdem der Filialleiter Erich Egermann den Schlüssel gebracht hatte, konnte der Bankomat entlüftet werden. Anschließend machten sich Entminungsexperten des Innenministeriums ans Werk und sicherten Beweise. Bankchef Egermann streute den Soldaten Rosen: "Ich bin extrem dankbar für ihre Hilfe.“ Die Gelobten selbst gaben sich bescheiden: "Wir sind einfach stolz, dass wir ein Verbrechen verhindern konnten.“ Nun werden Bilder der Überwachungskamera ausgewertet, um dem Trio auf die Spur zu kommen.

In Haft
Bereits in den Jahren 2006 und 2007 war es zu einer Welle von Bankomat-Sprengungen gekommen. Eine Italienerin mit dem Spitznamen "Lady Kalaschnikow“ und ihre Bande knackten damals sieben Geräte in ganz Österreich. Diese Täter sind in Haft.

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