Tänzerin droht Tod durch Erschießen

Österreicherin im Horrorknast

Tänzerin droht Tod durch Erschießen

Crystal Meth im Reisegepäck gefunden: Der 29-Jährigen droht die Todesstrafe.

In Indonesien ist es üblich, von der Polizei sichergestellte Drogen öffentlich im Fernsehen zu verbrennen. Dabei werden die mutmaßlichen Schmuggler oder Dealer vorgeführt. Jetzt war unter ihnen auch eine Niederösterreicherin. Susanne M. (29) sitzt in der Todeszelle in Jakarta. In ihrem Koffer wurden drei Kilo Crystal Meth gefunden. Der jungen Frau droht die Todesstrafe - ein Schuss mitten ins Herz. Das Außenministerium hat angekündigt, die Anwaltskosten (circa 50.000 Euro) vorerst zu übernehmen, berichtet die Familie.

Aus ärmlichen Verhältnissen und ohne Job hatte Susi bei ihrer Mutter Ingeborg S. und Stiefvater Peter K. im Bezirk Baden gelebt. Trotz ihrer sozialen Situation, oder gerade deswegen, engagierte sie sich für ein Schulprojekt in Afrika. „Sie spendete von ihrem wenigen Geld immer wieder für die Kinder“, sagte ihre Mutter zu ÖSTERREICH. Vor einigen Jahren besuchte Susi die Schule und hielt seither Kontakt mit den beteiligten Personen. Dieser Kontakt könnte ihr zum Verhängnis geworden sein.

Susi M. ging nach Afrika, um Tänzerin zu werden
Denn das Drama begann, als die Tänzerin (Künstlername: Young Bebe) im Internet einen Afrikaner kennenlernte, der sie für eine Tour haben wollte. Sie dachte, ihr Traum wird wahr. Susi, die schon öfter aufgetreten ist und auch ein Tanz-Event organisierte, sagte zu. „Für ihren Traum, eine Tänzerin zu werden, ist sie voller Freude abgereist,“ erinnert sich Ingeborg S. Im November sollte es nach Indonesien gehen. Der „Veranstalter“ wollte dafür einen Koffer kaufen. Zollbeamte fanden darin Drogen um 300.000 Dollar. Susanne fiel aus allen Wolken. Sie ist überzeugt, dass sie den Koffer schon präpariert geschenkt bekam.
 

Vater: "Susanne hatte nie etwas mit Drogen zu tun!"

ÖSTERREICH: Wissen Sie, wie es Ihrer Tochter jetzt geht?
Peter K.: Nicht wirklich. Ich habe gerade im Außenministerium erfahren, dass Susanne jetzt eine Matratze bekommen hat und nicht mehr auf dem Boden schlafen muss.

ÖSTERREICH: Wie kam Susanne in diese Situation?
Ingeborg S.: Vor einem halben Jahr lernte sie via Internet einen Afrikaner kennen, der von ihren Tanzleistungen begeistert war. Er lud sie ein, auf Tournee zu gehen, versprach ihr 600 Euro Gage. Susi sagte: „Wenn ich da gutes Geld verdiene, kann ich euch auch wieder unterstützen.“

ÖSTERREICH: Wann kamen dann die Drogen ins Spiel?
S.: Sie erzählte mir, dass sie zu dem Mann Vertrauen aufgebaut hatte und sich nichts dabei dachte, als er ihr für die Reise nach Indonesien einen kleineren Koffer kaufte. Der war aber präpariert worden.

ÖSTERREICH: Wie haben Sie erfahren, dass sie in Haft ist?
S: Sie meldete sich per Skype. Es war ein Schock für mich. Ich bin so verzweifelt!
K.: Susanne hatte nie etwas mit Drogen zu tun, war ja sogar gegen das Rauchen.
S.: Sie war vielleicht etwas leichtgläubig. Für ihren Traum, eine Tänzerin zu werden, ist sie voller Freude abgereist. Jetzt womöglich in den Tod! Es ist unfassbar!

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