Tschetschenen-Mord: Polizei-Großeinsatz in Polen

Sondereinheit-Coup

Tschetschenen-Mord: Polizei-Großeinsatz in Polen

Mehr als 30 Polizisten, auch Antiterror-Spezialisten, waren an der Festnahme eines Verdächtigen im Mordfall Israilov in Polen beteiligt.

Die Sondereinheit der polnischen Polizei CBS ("Zentrales Ermittlungsbüro") erhielt am 19. Februar die Information, dass sich Turpal Ali J. in einem Hotel bei Warschau aufhalte. Das berichten polnische Medien über den spektakulären Zugriff noch am selben Tag. An der Festnahme hätten mehr als 30 Polizisten teilgenommen, die das beobachtete Gebäude umstellten.

Mit Explosionsmaterial gerechnet
"Wir mussten damit rechnen, dass der Gesuchte Waffen und Explosionsmaterial bei sich hat und um jeden Preis flüchten will", sagte der Polizei-Sprecher Mariusz Sokolowski. Deshalb seien bei der Festnahme Spezialisten aus der Antiterror-Bekämpfung zum Einsatz gekommen, Schüsse wurden laut Medienberichten nicht abgegeben. Der Polizeisprecher erklärte, dies sei die bisher gefährlichste und komplizierteste Operation des CBS und der Antiterror-Einheit in diesem Jahr.

Umar Israilov war am 13. Jänner nach einer Verfolgungsjagd durch zwei Männer, von denen einer der nun Verhaftete sein soll, in Wien-Floridsdorf auf offener Straße erschossen worden. Der politische Flüchtling hatte seit dem Sommer 2008 mehrmals vergeblich um Polizeischutz gebeten. Die Familie des Opfers sprach nach der Tat von einer Verfolgung des 27-Jährigen durch Männer des Tschetschenen-Präsidenten Ramsan Kadyrow.

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