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Panik vor nächster Demo

Türken-Krieg in Österreich eskaliert

Türken gegen Kurden: Seit Wochen provozieren einander die beiden Gruppen, Gewalt herrscht auf den Straßen und es hört nicht auf: Am Samstag sind abermals heftige Auseinandersetzungen in der Wiener City vorprogrammiert. Der kurdische Verein „Feykom“, Dachverband der rund 80.000 Kurden in Österreich, hat abermals zu einer Großdemo auf dem Stephansplatz gegen die Türkei-Politik aufgerufen. „Wir werden die Demo nicht absagen“, kündigt ein Kurden-Sprecher gegenüber ÖSTERREICH an.

Krawalle. Schon die Kurden-Demo vom vergangenen Freitag am Stephansplatz löste – wie berichtet – Massenpanik aus: Etwa 20 radikale Türken provozierten die Kurden, beide Seiten gingen daraufhin mit Pfeffersprays aufeinander los, schrille „Allahu akbar“-Schreie ertönten. Touristen flüchteten in Panik aus der City, ein Schanigarten wurde verwüstet: „Es war wie im Krieg“, so Aïda-Chefin Sonja Prousek zu ­ÖSTERREICH.

Und die Polizei? Gegen eine Person wurde Anzeige wegen „aggressiven Verhaltens“ erstattet, so Sprecher Christoph Pölzl. Ein Untersagen der Demos ist schwierig: „Es müssten Gewaltaufrufe vorliegen“, so Pölzl.

Schauplatz ORF-Zentrum Küniglberg

Politisch hochbrisant auch der Versuch von 15 Kurden, ins ORF-Zentrum am Küniglberg vorzudringen: Sieben schafften es, an den Sicherheitsleuten vorbei ins Innere des Senders vorzudringen. Sie wollten während der ZiB eine ­Erklärung gegen die Türkei vorlesen. Ein Großaufgebot der Polizei drängte den Polit-Mob hinaus. Sieben Kurden wurden wegen Ordnungsstörung angezeigt.

Schauplatz Wels

In Wels in Oberösterreich attackierten wiederum zwei Kurden ein türkisches Vereinslokal: Ein Brandsatz wurden in das Lokal geworfen. Die Polizei forschte die Täter – 16 und 21 Jahre alt – aus. Bei der Einvernahme gestand der 16-Jährige den Anschlag. Der 21-Jährige ist ein in der Schweiz geborener staatenloser Kurde. Er war auch beim versuchten ORF-Sturm in Wien sowie einem ähnlichen Vorfall beim Europarat in Straßburg beteiligt.

Kurden-Sprecher: "Türken wollen Krieg mit uns"

Taxler Richard Berger ist Vorsitzender der Kurdenvereine. Er lebt seit 24 Jahren in Österreich, ließ sich (aus Integrationsgründen) umtaufen.

ÖSTERREICH: Am Samstag wird wieder demonstriert. Warum keine Absage?

Richard Berger: Wieso sollen wir? Wir leben in Österreich und demonstrieren friedlich gegen die türkische Regierung und die Anti-Kurden-Politik.

ÖSTERREICH: Bei jeder dieser Demos kommt es zu Zusammenstößen …

Berger: Die Erdogan-Türken in Österreich provozieren uns seit Monaten, schmieren Sätze wie „Wir werden euch umbringen“ auf unsere Fassaden. Jede Demo wird gezielt gestört, die wollen einen Krieg mit uns anzetteln, doch wir halten unsere Jugendlichen zurück.

Video zum Thema Massenpanik vor Stephansdom
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