Verschwundene Anita: Schwester weint in Zelle

Stiefvater und Schwester in Haft

Verschwundene Anita: Schwester weint in Zelle

Die Schwester war eine der Letzten, die Anita lebend gesehen hat.

„Wenn ich in drei Stunden nicht zurückkomme, ruf die Polizei“, hatte Anita K. (23) ihrem Freund Manuel Schuster (30) am 28. Oktober zugeflüstert. Dann tauchte ihre Schwester Szilvia (27) vor der neuen Wohnung des Pärchens auf und holte Anita zu einer Aussprache mit Stiefvater Erwin K. (51) ab, weil er gegen die neue Liebe seiner Tochter war. Seitdem ist Anita wie vom Erdboden verschwunden.

Die Polizei verhaftete nach einem Monat intensiver Ermittlungen nun Erwin K. und Szilvia K. in dem „sehr bedenklichen Vermisstenfall“. Offenbar haben die Beamten Beweise oder zumindest Indizien, dass der hauptverdächtige Stiefvater und die ältere Schwester etwas mit dem mysteriösen Verschwinden zu tun haben müssen. Ob die mutmaßliche Komplizin Szilvia deshalb wegen Beihilfe in Krems in U-Haft sitzt oder selbst als Opfer in Schutzhaft genommen wurde, ist noch unklar. Jetzt weint Szilvia in der Zelle.

Sexueller Missbrauch?
Die ermittelnden Behörden halten sich in der Vermissten-Causa Anita K. auffallend bedeckt. ÖSTERREICH-Recherchen ergaben nun, dass Erwin K., der sich 1998 mit den damals zwei blutjungen Mädchen im tiefsten Waldviertel niedergelassen hatte, mit den beiden „Töchtern“ ein „offenes Dreiecksverhältnis“ geführt haben soll. Anita und Szilvia könnten bereits als Minderjährige von ihm missbraucht worden sein (es gilt die Unschuldsvermutung). Anita K. verliebte sich aber in den Nachbarn Manuel Schuster und wollte sich mit seiner Hilfe und der neuen Wohnung von ihrem „Vater“ endgültig loslösen.

Mord-Alarm
Schuster verriet ÖSTERREICH, dass Erwin K. Anita schon zweimal krankenhausreif geschlagen haben soll. Und er soll gedroht haben, „dass es beim dritten Mal nicht mehr so glimpflich ausgehen wird“. Dieses „dritte Mal“ war die Aussprache, von der sie nicht mehr retour kam…

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