Urteil nach Drohung im Burgenland

Jungbauer drohte mit 300 Toten bei Amokfahrt

Er drohte in Neusiedl am See mit Blutbad und Selbstmord – und kam mit ­einem blauen Auge davon.

Das war im wahrsten Sinne des Wortes eine Schnapsidee: Nach einem Streit zwischen Vater und Sohn drohte der ziemlich betrunkene Junior aus dem Bezirk Neusiedl am See: „Am Dorffest fahr ich mit einem Lkw Amok. Da gibt’s mindestens 300 Tote. Und danach erschieße ich mich.“

Dem Senior ließ die angekündigte Amokfahrt keine Ruhe, am nächsten Tag alarmierte er die Polizei, der 28-Jährige wanderte sogar in U-Haft. Wegen versuchten „Landzwangs“ wurde ihm jetzt in Eisenstadt der Prozess gemacht.

Hintergrund war 
Streit ums Geld

Ob er die Drohung tatsächlich so ausgesprochen hatte, wollte der Richter wissen: „Ich weiß ja auch nicht mehr so genau, ich war ja angesoffen“, antwortete der Angeklagte. Den Anschlag auf das Fest habe er angedroht, weil sein Vater diese Feierlichkeiten finanziell unterstützt hatte: „Für alles haben wir Geld, nur ich habe nichts bekommen“, sagte der Landwirt. Das Urteil: fünf Monate bedingte Haft wegen gefährlicher Drohung plus Entziehungskur. Nicht rechtskräftig, es gilt die Unschuldsvermutung.

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