Schöne und offensichtlich gesunde Gegend: Das Burgenland

Neue Zahlen

Burgenländer leben länger

Die durchschnittliche Lebenserwartung ist im Burgenland in den vergangenen Jahren gestiegen

Seit 1970 hat sich die Lebenserwartung der Männer um 11,2 Jahre und damit um ein Jahr mehr als im Österreichdurchschnitt auf 76,2 Jahre gesteigert. Frauen werden heute 81,4 Jahre alt (plus 9,1 Jahre). Die Lebenserwartung ist damit laut Landesrat Peter Rezar (S) im Burgenland am stärksten gewachsen. Allerdings ist man noch immer unter dem Österreichschnitt: 2005 wurden Männer 76,7 Jahre und Frauen 82,2 Jahre alt.

Der Österreichische Todesursachen-Atlas 1998/2004 wurde zum mittlerweile fünften Mal erstellt und gibt einen Überblick über die Sterblichkeit seit 1970. Die Analyse der Untersuchungsergebnisse erlaubt es unter anderem, gezielte Präventionsprojekte wie etwa gegen Dickdarmkrebs auszuarbeiten. Der Bericht erbringe aber auch den Nachweis, dass mit Prävention "starke Effekte" erzielt werden können, so Rezar bei einer Pressekonferenz heute, Dienstag, in Eisenstadt.

Vorsorge zeigt Wirkung
Im Bezirk Oberpullendorf beispielsweise, wo seit 20 Jahren ein Programm gegen Dickdarmkrebs durchgeführt wird, sterben heute Frauen signifikant seltener an Darmkrebs. Laut dem Bericht 1978/84 war die Sterblichkeit der Mittelburgenländer an Darmkrebs 17,8 Prozent über dem Österreichdurchschnitt. Im aktuellen Atlas liegt diese Todesursache nun 15,3 Prozent unter dem Durchschnitt, erklärte der Landesrat.

Weniger "Schnapstote"
Eine interessante Entwicklung sei betreffend alkoholassoziierte Krankheiten zu beobachten gewesen. Es handelt sich dabei um alle Krankheiten wie Leberzirrhosen, Speiseröhrenkrebs, aber auch Unfälle mit Transportmittel unter Alkoholeinfluss. Untersucht wurde die Todesursache Alkohol in Zusammenhang mit Weinbauregionen. Im Zeitraum 1978 bis 1984 war im Bezirk Eisenstadt Umgebung die alkoholassoziierte Sterblichkeit um 20 Prozent über dem Österreichschnitt. In der aktuellen Periode des Todesursachenatlas (1998 bis 2004) liegt diese Zahl 14 Prozent unter dem Durchschnitt, so Rezar.

Herz-Kreislauf- und Krebserkrankungen sind Killer Nummer eins
Die beiden häufigsten Todesursachen sind österreichweit Herz-Kreislauf- und Krebserkrankungen, so der Statistiker Manfred Dreiszker. Am ältesten wird man im Burgenland übrigens im Bezirk Eisenstadt Umgebung (Indexwert 99,7, Österreich = 100). Oberwart habe hier den schlechtesten Wert mit 113,8. Zurückzuführen sei dieses Ergebnis möglicherweise auf die hohe Anzahl von Pflegeplätzen in diesem Bezirk, so Dreiszker.

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