Rolex-Mord: Bodyguard angeklagt

Beschuldigter bestreitet Tat

Rolex-Mord: Bodyguard angeklagt

Kevin A. hatte hohe Schulden bei seinem Bekannten. Wurde er deshalb zum Mörder? 

Niklas St. galt als richtiger Sonnyboy: Erst 21 Jahre alt, zumindest nach außen geschäftlich erfolgreich mit Hang zu Statussymbolen. Der Bundesbuchhalter, der nebenbei mit noblen Autos und Immobilien handelte, trug eine 15.000-Euro-Rolex, fuhr Mercedes, kleidete sich in edelstem Zwirn.

Sonnyboy ertränkt 

Im Sommer wurde seine Leiche in Mörbisch an einem kleinen Bach nahe der ­Kläranlage entdeckt. Arbeiter hatten sein offenes Auto gefunden, im Inneren war sein aufgeklappter Laptop noch eingeschaltet. Wenige Meter entfernt lag Niklas St. Sein Kopf wies schwere Verletzungen auf. Entstanden durch Schläge und Tritte, wie die Obduktion ergab. Die Gerichtsmediziner stellten auch fest, dass der 21-Jährige anschließend in dem kleinen Bach ertränkt worden war. Der ­Täter hatte seinen Kopf unter Wasser gedrückt.

Beute bei "Beschützer" im Auto gefunden

Für die Ermittler stand schnell fest, dass es ich um einen Raubmord gehandelt hatte: Die teure Rolex-Uhr fehlte und auch 8.000 Euro Bargeld, die Niklas St. bei sich trug. Der Verdacht fiel auf Kevin A. (28) aus Mannersdorf.

Er diente dem Opfer als Bodyguard. Bei ihm wurde das Geld gefunden, er ­wurde festgenommen und wanderte unter Mordverdacht in U-Haft. Doch er bestritt die Tat.Das tut der 28-Jährige bis heute. Inzwischen hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen Kevin A. erhoben. Sie ist noch nicht rechtskräftig, es gilt die Unschuldsvermutung.

Star-Anwältin Astrid Wagner verteidigt Kevin A. im Indizien-Prozess: „Wir werden die Anklage zerpflücken“, kündigte sie gegenüber ÖSTERREICH an. Mehrere Personen seien am Tatort gewesen. Ihr Mandant jedenfalls habe seinen Geschäftsfreund nicht getötet 

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