Coronavirus Österreich

LIVE-Ticker

Corona-Entwarnung im Pongau: Schule & Kindergarten bleiben offen

Kinder aus Werfenweng, die in Italien auf Urlaub waren, zeigten Grippen-Symptome. Der Coronavirus-Verdacht bestätigte sich aber nicht.

Die beiden Kinder aus dem Pongau sind nicht an dem Coronavirus erkrankt. Die Geschwister wurden laut einer Aussendung des Landesmedienzentrums Salzburg negativ auf COVID-19 getestet. Die Testergebnisse lagen am Mittwochabend vor. Die zwei Kinder, die nach einem Italien-Urlaub grippeähnliche Symptome gezeigt hatten, müssen aber als Vorsichtsmaßnahme für zwei Wochen zu Hause bleiben.

Die angekündigte Schließung der betroffene Klasse in der Neuen Mittelschule Werfen und des Kindergartens in Werfenweng sei aufgrund der negativen Testergebnisse nicht mehr notwendig, hieß es. Der Unterricht in der Klasse findet regulär am Donnerstag statt. Der Kindergarten öffnet aus organisatorischen Gründen wieder am Freitag.


Wie die APA bereits berichtete, wurde heute am Nachmittag in Salzburg der dritte Corona-Fall bestätigt. Das Landesmedienzentrum hat die Angaben über das Alter der betroffenen Patientin am Abend korrigiert. Es handelt sich um eine 62-jährige - nicht wie ursprünglich angenommen 44-jährige - Frau aus Köln, die im Gemeindegebiet von Untertauern, Ortsteil Obertauern, auf Urlaub ist.

Die Frau und ihre Urlaubsbegleitung befinden sich derzeit im Hotel in Quarantäne. Die beiden betroffenen Personen werden laut Landesmedienzentrum mit einem Krankentransport in ihre Heimat nach Deutschland gefahren. Die Arbeiten der Gesundheitsbehörde seien diesbezüglich noch im Gange, hieß es. Weitere Informationen dazu soll es am Donnerstagvormittag geben.
 

Zwei Österreicher nach Kreuzfahrt infiziert

Zwei Österreicher sind positiv auf das Coronavirus getestet worden, nachdem sie am Freitag in Genua vom Kreuzfahrtschiff "MSC Opera" gegangen sind. Dies bestätigten die österreichischen Gesundheitsbehörden. Das österreichische Paar hatte vom 17. bis zum 28. Februar an einer Kreuzfahrt im westlichen Mittelmeerraum teilgenommen.

Von Genua kehrte das Paar nach Österreich zurück, wo es am Dienstag positiv auf das Covid-19 getestet und unter Quarantäne gestellt wurde. "MSC Opera" erreichte am Mittwoch den griechischen Hafen Piräus. Die Reederei informierte die griechischen Gesundheitsbehörden über die positiv getesteten Österreicher, die an Bord des Schiffes waren, bestätigte ein MSC-Sprecher gegenüber der APA.

Nach einigen Kontrollen erhielt die "MSC Opera" die Erlaubnis zur Weiterreise und sei nun in Richtung Korfu unterwegs. Keiner der Passagiere und Crewmitglieder meldeten bisher Coronavirus-Symptome. "Die Gesundheit und die Sicherheit unserer Passagiere und der Crew ist stets unsere Priorität", so der MSC-Sprecher.

Immer mehr Fälle in Österreich

Die Zahl der bestätigten Fälle einer Infektion mit dem Coronavirus in Österreich steigt weiter: Mit Stand Mittwochabend waren es 29 und damit um fünf mehr als am Abend zuvor. Das teilte das Gesundheitsministerium auf seiner Homepage mit. Demnach wurden bisher 3.138 Tests durchgeführt. 

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Neue Fälle in Wien und Niederösterreich

In Wien gibt es einen weiteren bestätigten Fall einer Infektion mit dem Coronavirus Sars-CoV-2. Dabei handelt es sich um eine Frau, die nach einem Aufenthalt in Italien positiv getestet wurde. Das teilte Andreas Huber, Sprecher des medizinischen Krisenstabes der Stadt Wien, am Mittwochvormittag der APA mit.
 
Es handle sich nicht um einen schweren Fall. Die Frau werde wohl unter häusliche Quarantäne gestellt.
 
In Niederösterreich ist die Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten am Mittwoch auf fünf gestiegen. Zwei neue Fälle wurden bekannt, betroffen sind nach Angaben des Sanitätstabes zwei Frauen aus dem Bezirk Korneuburg. Beide befinden sich in häuslicher Quarantäne. Die Erkrankten seien Kontaktpersonen eines schon zuvor bestätigten Falles, wurde betont.
 
 Auch alle drei bisher in Niederösterreich als infiziert erfassten Personen stammen aus dem Bezirk Korneuburg. Es handelt sich um Eheleute sowie um eine Frau, die mit dem Paar beruflich Kontakt hatte. Alle drei wurden unter häusliche Quarantäne gestellt.
 
Insgesamt wurden im Bundesland bisher 333 Personen auf SARS-CoV-2-Erreger getestet. Neben den fünf positiven lagen 306 negative Ergebnisse vor, 22 waren Mittwochmittag offen.
 

oe24 berichtet auch heute wieder LIVE über die aktuellen Entwicklungen



 22:17

Erster Fall in Slowenien bestätigt

In Slowenien ist am Mittwoch der erste Coronavirus-Fall bestätigt worden. Es handle sich um einen Patienten, der aus Marokko über Italien nach Slowenien gekommen sei, sagte der slowenische Gesundheitsminister Ales Sabeder bei einer Pressekonferenz am Mittwochabend.

Nachdem der Patient mit sichtlichen Krankheitssymptomen am heutigen Mittwoch seinen Hausarzt besuchte, sei er in die Infektionsklinik in Ljubljana geschickt worden, wo er sich nun in Quarantäne befindet, hieß es.

Die Behörden versuchen nun herauszufinden, wo er sich infiziert hat und mit wem er Kontakt hatte. Seit der Rückkehr aus Marokko und der Einlieferung ins Spital seien mehrere Tage vergangen, sagte Maja Socan vom Nationalen Institut für öffentliche Gesundheit. Derzeit gehe man davon aus, dass sich der Patient in Marokko angesteckt haben könnte, fügte sie hinzu.

 18:17

Alle Sportveranstaltungen in Italien ohne Publikum

Alle Sportveranstaltungen in Italien sollen wegen der Ausbreitung des Coronavirus vorerst ohne Publikum stattfinden. Damit sollen weitere Ansteckungen vermieden werden, sagte Ministerpräsident Giuseppe Conte am Mittwochabend in einer Videobotschaft an das Land. Nach Medienberichten gilt dies bis zum 3. April.

In Italien gibt es die meisten Fälle der Lungenkrankheit Covid-19 in Europa. Rund 3.100 Menschen haben sich mit dem Virus infiziert, mehr als 100 sind bereits gestorben. Mehrere Fußballspiele der Serie A und des italienischen Cups waren deswegen zuletzt verschoben worden.

 17:25

+++ AUA lässt 14 von 82 Flugzeugen am Boden +++

 16:25

+++ Mutmaßlich 1. Fall von Ansteckung von Mensch zu Tier +++

 15:28

Coronavirus - Dritter Infektionsfall in Salzburg bestätigt

In Salzburg gibt es einen weiteren bestätigten Fall einer Infektion mit dem Coronavirus. Wie das Land am Mittwoch mitteilte, ist eine 44-jährige Urlauberin aus Köln in der Gemeinde Untertauern (Pongau) positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden. Die Deutsche befindet sich in ihrem Hotel isoliert in Quarantäne. Mit ihr sind damit derzeit nachweislich drei Personen im Bundesland am Virus erkrankt.

 14:10

Italien sperrt alle Schulen und Universitäten bis Ende März

Italien sperrt wegen der Coronavirus-Krise alle Schulen und Universitäten. Das teilte die Regierung am Mittwoch mit. Diese Maßnahme gilt im ganzen Land bis 13. März. In der EU ist Italien mit über 2.500 Infektionen und 79 Toten am stärksten betroffen.

 13:52

Louvre nach Arbeitsniederlegung wiedereröffnet

Der Louvre in Paris wurde am Mittwoch wiedereröffnet, nachdem das Museum drei Tage lang wegen der Angst der Mitarbeiter vor dem Coronavirus geschlossen war. "Das Louvre-Museum ist geöffnet", hieß es auf der Website des mit fast zehn Mio. Besuchern pro Jahr meistbesuchten Museums der Welt. Das Haus hat nach eigenen Angaben den Mitarbeitern einen Plan zur Prävention von Infektionen vorgelegt.

Das Museum war seit Sonntag geschlossen. Die Louvre-Mitarbeiter hatten von dem sogenannten Rückzugsrecht von ihrer Arbeit Gebrauch gemacht, das in Frankreich Angestellte haben, wenn eine "schwere und unmittelbare Gefahr für ihr Leben oder ihre Gesundheit" besteht.

In Frankreich gibt es mehr als 200 bestätigte SARS-CoV-2-Infektionen und vier Todesfälle.

 13:22

Nächste Absage in Wien

Auch in Österreich fallen wegen des Coronavirus immer mehr Veranstaltungen ins Wasser. Die Messe Wien sagt die Seniorenmesse "Lebenslust" ab. Sie hätte von 11. bis 14. März stattfinden sollen. Etwa 30.000 Besucher wären gekommen. Ob die beiden anderen großen Frühjahrsmessen, die Wohnen & Interieur und die Wiener Immobilienmesse, abgehalten werden, wird in Kürze entschieden.

"Wir sind intensiv mit den Behörden in Kontakt, um die weitere Vorgehensweise abzustimmen", sagte Oliver-John Perry, Sprecher des Messebetreibers Reed Exhibitions, am Mittwoch zur APA. "Weder wir noch die Behörden wissen, wie sich die Lage in den nächsten zwei Wochen entwickeln wird."

 12:58

Touristenzahl auf Balearen eingebrochen

Die Zahl der internationalen Besucher auf Mallorca ist zu Jahresbeginn unter anderem wegen des neuartigen Coronavirus drastisch eingebrochen. Dem spanischen Statistikamt INE zufolge ging die Zahl der ausländischen Touristen im Jänner auf den vier Balearen-Inseln Mallorca, Menorca, Ibiza und Formentera im Vergleich zum Vorjahr um fast 27 Prozent zurück.

Als Ursache für den Rückgang nannte der Sprecher des balearischen Tourismusministeriums, Hugo Saenz, unter anderem die Verunsicherung der Reisenden aufgrund der Ausbreitung des Covid-19-Erregers. Auf Mallorca waren bis Mittwoch fünf bestätigte Fälle bekannt geworden.

 12:53

ICE wegen Verdachtsfall angehalten

Ein Coronavirus-Verdachtsfall in einem ICE in Frankfurt hat sich nicht bestätigt. Der Zug mit 300 Reisenden war am Mittwoch um 10.45 Uhr am Bahnhof Frankfurt-Süd gestoppt worden. Um kurz nach 12.00 Uhr wurde er wieder freigegeben, wie die Deutsche Bahn berichtete.

Laut Bundespolizeiinspektion konnten die rund 300 Fahrgäste ihre Reise von Kiel nach Stuttgart fortsetzen - darunter auch der Mann, auf den sich der Verdacht bezogen hatte, mit dem neuartigen Erreger infiziert zu sein. Details zu der Entscheidung über den Mann wurden zunächst nicht mitgeteilt. Er war im Zug isoliert und das Gesundheitsamt informiert worden.

 12:45

ProSiebenSat.1-Chef darf wieder ins Büro

ProSiebenSat.1-Chef Max Conze kann nach einem Coronavirusfall in dem deutschen Medienkonzern wieder in der Firmenzentrale arbeiten. Das sagte eine Sprecherin am Mittwoch. In der Düsseldorfer Niederlassung hatte es einen Coronafall gegeben, Conze war in Kontakt mit einem Mitarbeiter gewesen, der seinerseits den infizierten Kollegen getroffen hatte.

Deswegen hatte der Vorstandschef zeitweise zu Hause gearbeitet, bis sichergestellt war, dass er sich nicht selbst infiziert hatte. Finanzvorstand Rainer Beaujean ist laut dem Unternehmen vorsorglich weiter von zu Hause aus tätig. Insgesamt waren rund 200 Menschen vorsorglich ins Home-Office geschickt worden.

 12:41

Erster Fall von Infektion in EU-Institutionen

Die EU-Institutionen haben den ersten Fall einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gemeldet. Ein Mitarbeiter der Europäischen Verteidigungsagentur (EDA) in Brüssel sei positiv auf das Virus getestet worden, sagte eine EDA-Sprecherin am Mittwoch.

Demnach kam der Beamte am 23. Februar von einer Reise nach Italien zurück, wo es derzeit die mit Abstand meisten Fälle von Infektionen mit dem Virus in Europa gibt. Die Europäische Verteidigungsagentur hat ihren Sitz in Brüssel und koordiniert Militärforschung und Rüstungsprojekte zwischen den EU-Staaten. Sie hat derzeit rund 170 Mitarbeiter. Ihr gehören alle Mitgliedstaaten außer Dänemark an.

 12:31

Frankreich deckelt Preis für Desinfektionsgel

Frankreich deckelt wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus die Preise für Desinfektionsgel. Damit reagiert das Land auf "einzelne Fälle" von Wucherpreisen, wie Wirtschaftsminister Bruno Le Maire am Mittwoch im Sender BFM Business sagte. Nach seinen Angaben will die Regierung im Tagesverlauf ein entsprechendes Dekret erlassen. Zur Höhe des Preisdeckels äußerte er sich nicht.

Desinfektionsgel für Hände sei inzwischen nicht mehr überall in Frankreich erhältlich, sagte Le Maire weiter. Es sei aber "genauso wirksam, sich die Hände mit Seife zu waschen". Die Anti-Betrugsabteilung im Wirtschaftsministerium hatte zuvor eine Untersuchung wegen des massiven Preisanstiegs bei hydroalkoholischen Lösungen und bei Schutzmasken eingeleitet.

 12:09

Anschober: Informationsoffensive zeigt Wirkung

Die Informationsoffensive zum neuartigen Coronavirus zeigt ihre Wirkung in der Bevölkerung. "Niemand kommt mehr in eine Spitalsambulanz und sagt, ich habe Symptome", sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am Mittwoch vor dem Ministerrat. "Man wartet zu Hause, genauso wie wir das geplant haben." Damit sollen weitere Ansteckungen verhindert werden.

Das System sei bei den Bürgern angekommen, sagte Anschober. Geschuldet sei das den beiden Informations-Hotlines, die gut angenommen werden. Die AGES-Hotline, wo es um allgemeine Fragen zum Coronavirus geht, hat rund 5.000 Anrufe pro Tag. Die Gesundheits-Hotline 1450 wird täglich 3.000 Mal kontaktiert.

"Wir testen jeden einzelnen Verdachtsfall, aber auch mit Stichprobenanalysen in Form eines Screenings bei Grippeerkrankten zusätzlich auf Corona", erklärte der Gesundheitsminister. Bis Mittwochvormittag wurden 3.138 Tests durchgeführt. In Österreich gab es nun insgesamt 27 positiv Getestete. Das bedeutet drei Fälle mehr zum Dienstag, ein Fall in Wien und zwei in Niederösterreich. Nähere Details wusste der Minister nicht, es soll sich aber um leichte Verläufe handeln.

 11:48

Hannover Messe wegen Epidemie verschoben

Wegen der anhaltenden Ausbreitung des neuartigen Coronavirus verschieben die Veranstalter der Hannover Messe die weltgrößte Industrieschau. Das Branchentreffen mit rund 6.000 Ausstellern aus 70 Ländern, das vom 20. bis 24. April in der niedersächsischen Landeshauptstadt geplant war, soll jetzt vom 13. bis 17. Juli stattfinden. Dies teilte die Deutsche Messe AG am Mittwoch mit.

Die Organisatoren hatten die Lage während der vergangenen Wochen intensiv beobachtet, nachdem sich der Erreger von China aus zunehmend auch in europäischen Ländern verbreitet hatte. Andere internationale Veranstaltungen wie die weltgrößte Mobilfunkmesse Mobile World Congress in Barcelona, die Tourismusbörse ITB in Berlin, die Leipziger Buchmesse, der Genfer Automobilsalon oder die Handwerksmesse in München wurden bereits gestrichen.

 11:39

Immer mehr Länder beschränken Maskenausgabe

Deutschland und Russland wollen angesichts der Ausbreitung des Coronavirus den Bestand an medizinischer Ausrüstung im Land sichern. Die Regierung in Moskau veröffentlichte am Mittwoch ein Dekret, wonach der Export von 17 Utensilientypen seit Montag untersagt ist. Auch Deutschland reagierte mit einem Verbot auf die Verbreitung von SARS-CoV-2. In Frankreich gibt es Schutzmasken nur noch mit Rezept.

Das deutsche Exportverbot für Atemmasken und andere Schutzausrüstung wurde am Mittwoch im Bundesanzeiger veröffentlicht, wie der deutsche Krisenstab aus Gesundheits-und Innenministerium mitteilte. Betroffen sind etwa auch Handschuhe und Schutzanzüge.

In Frankreich sind Schutzmasken nur noch auf Rezept erhältlich. Regierungssprecherin Sibeth Ndiaye sagte im Radiosender France Inter, die Apotheken seien angewiesen worden, "Masken nur noch auf ärztliche Verschreibung oder an Gesundheitspersonal weiterzugeben". Damit kämen die Masken "Menschen zu Gute, die infiziert sind oder stark gefährdet sind, sich zu infizieren". Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte zuvor angeordnet, "alle Vorräte sowie die Produktion von Schutzmasken" zu beschlagnahmen, wie er auf Twitter mitteilte. Die Anweisung trat am Mittwoch mit Veröffentlichung im Amtsblatt in Kraft.

 11:28

Italiens Tourismus rechnet mit über 7 Mrd. Euro Verlust

Der italienische Tourismus befürchtet dramatische Auswirkungen der Coronavirus-Krise auf seine Umsätze. Im Zeitraum von 1. März bis zum 31. Mai rechnet Italiens Tourismus- und Handelsverband Confturismo-Confcommercio mit 31,6 Millionen weniger Übernachtungen als im Vergleichszeitraum 2019. Damit seien Verluste von 7,4 Mrd. Euro verbunden, geht aus am Mittwoch veröffentlichten Schätzungen hervor.

"Die Lage ist für den gesamten Sektor dramatisch. Wir zahlen einen hohen Preis für eine mediale Kommunikation, die tödlicher als das Virus ist. Das schlimmste Virus ist Hysterie", sagte Verbandspräsident Luca Patané.

Er rief die italienische Regierung auf, Druck auf die Länder zu machen, damit sie Einreiseverbote für Italiener aufheben. Flüge nach Italien sollten wieder aufgenommen werden. "Je mehr Zeit vergeht, desto dramatischer sind die Auswirkungen für den italienischen Tourismus", so Patané.

In dieser schwierigen Situation erwartet sich die italienische Wirtschaft Stützungsmaßnahmen von der Regierung. Bis Ende dieser Woche plant das Kabinett um den parteilosen Premier Giuseppe Conte die Verabschiedung einer Verordnung mit Maßnahmen in der Größenordnung von 3,6 Milliarden Euro, die von dem italienischen Parlament und der EU genehmigt werden müssen.

 11:27

Schwer erkrankter Anwalt löste Infektionskette nicht aus

Der schwer am neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 erkrankte Wiener Anwalt dürfte nicht der Verursacher der weiteren drei Infektionen in seiner Kanzlei sein - betroffen sind zwei Anwälte und eine junge Juristin, die mittlerweile als Rechtspraktikantin dem Landesgericht für Strafsachen zugeteilt ist. Davon gehen die Behörden aus. Nun wird nach dem Auslöser der Infektionskette gesucht.

Seitens des Wiener Krankenanstaltenverbundes (KAV) hieß es am Mittwoch, keine der drei neuerkrankten Personen - allesamt zeigen einen asymptomatischen bzw. leichten Verlauf und befinden sich in häuslicher Quarantäne - habe Kontakt zu dem älteren Anwalt gehabt, der seit längerem im Kaiser-Franz-Josefspital behandelt wird und der nicht mehr ansprechbar ist. Die Behörden gehen daher davon aus, dass sich die vier Juristen entweder bei einem externen Krankheitsträger infiziert haben oder der Verursacher ein weiterer Kanzleimitarbeiter ist, dessen Erkrankung mit dem Coronavirus inzwischen wieder ausgeheilt ist. Denn abgesehen von den drei positiven Proben gibt es vorerst keine weitere bestätigte Erkrankung in der betroffenen Kanzlei Wolf Theiss.

"Es muss ein Person geben, die sowohl mit dem älteren Anwalt Kontakt hatte wie auch mit den drei anderen positiv getesteten oder zumindest mit einer davon", vermutet man im KAV. In diese Richtung laufen nun die behördlichen Ermittlungen. In diesem Zusammenhang wird betont, dass die Zusammenarbeit mit der Kanzlei Wolf Theiss "hervorragend und völlig reibungslos" verlaufe. Das Unternehmen hat hinsichtlich der erkrankten Mitarbeiter detaillierte Bewegungs- und Kontaktprofile er- und den Behörden zur Verfügung gestellt, die sämtliche Personen erfassen, mit denen die Betroffenen in der jüngeren Vergangenheit Umgang hatten und die das Coronavirus in die Kanzlei eingeschleppt haben könnten.

 11:20

EZB führt Schutzmaßnahmen ein

Die Europäische Zentralbank (EZB) führt angesichts der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus Schutzmaßnahmen ein. Reisen von Direktoriumsmitgliedern und Mitarbeitern, die nicht unbedingt notwendig sind, werden bis 20. April abgesagt, wie die Notenbank am Mittwoch in Frankfurt mitteilte. Das gilt auch für nicht notwendige Besuche des Gebäudes und des Besucherzentrums.

Der für 26. März in Brüssel geplante Auftakt von Dialog-Veranstaltungen mit Vertretern der Gesellschaft zur geldpolitischen Strategie der EZB soll zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden.

 11:00

Kriminelle Geschäfte mit Schutzmasken blühen

Ob in Indonesien oder Thailand: Es mehren sich die Berichte über kriminelle Geschäfte mit den Masken, die gegen das neuartige Coronavirus schützen sollen. Im Westen von Jakarta beschlagnahmte die Polizei am Mittwoch rund 600.000 Stück. Die Händler hätten keine Genehmigung gehabt, sagte ein Polizeisprecher in Indonesien.

Die Preise für Masken schossen in dem südostasiatischen Land in die Höhe. Eine Schachtel, die sonst um 20.000 Rupiah (1,30 Euro) zu haben ist, kostet nun bis zu 500.000 Rupiah (32 Euro).

 10:26

Regierung steht für Kurzarbeit bereit

Im Kampf gegen Folgen des Coronavirus hat die Regierung am Mittwoch ein Gespräch mit den Sozialpartnern geführt. "Wir stehen als Regierung zur Verfügung, das System Kurzarbeit anzubieten, wo es notwendig ist und wo es Sinn macht", sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) nach dem Treffen. ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian wies auf die dazu notwendigen gesetzlichen Rahmenbedingungen hin.

Kurz zog nach dem Gespräch den Schluss, dass es "in Österreich keinen Grund zur Verunsicherung gibt: "Wir sind auf alle Szenarien, die uns drohen könnten, gut vorbereitet", sagte er. Für Unternehmen soll es aber Richtlinien geben, um im Falle eines Ansteckungsfalles vorbereitet zu sein.

Betrieben, die vom Coronavirus und dessen Folgen betroffen sind, soll eine Kreditgarantie von zehn Millionen Euro helfen, kündigte Kurz Überbrückungsmaßnahmen des Wirtschaftsministeriums an. Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck ließ dazu wissen: "Ich will nicht, dass uns kleine Unternehmen aufgrund der Auswirkungen des Corona-Virus in die Insolvenz schlittern. Das soll vor allem klein- und mittelständischen Unternehmen helfen."

Es herrsche aber nur eine "punktuelle" Betroffenheit, das Wirtschaftswachstum würde wegen SARS-CoV-2 um rund 0,1 Prozent sinken, zitierte Kurz Wirtschaftsforscher.

Die Betriebe, die von den Folgen des Virus betroffen sind, könne man branchenweise clustern, sagte Vizekanzler Werner Kogler (Grüne). Mittel- und langfristig sehe man die Auswirkungen durch das Coronavirus noch nicht dramatisch, ein zusätzliches Minus von 0,1 Prozent für das Wirtschaftswachstum sei aber vorhergesagt. Mittel-und langfristig werde es auch die gesamte EU betreffen, zentrale Güter, wie Medikamente, aufgrund ökonomischer Überlegungen verstärkt in Europa zu produzieren und derartige Betriebe wieder anzusiedeln.

Wirtschaftskammer-Präsident Harald Mahrer (ÖVP) lobte insbesondere die informationsorientierten Maßnahmen, die greifen und die Garantie für Überbrückungskredite. Der Tourismus leide am meisten wegen der Buchungssituation. Die Coronakrise in Oberitalien betreffe einen der wichtigsten Wirtschaftspartner Österreichs. Auch die Holzindustrie sei betroffen und von den Bundesländern insbesondere Kärnten.

 10:22

Irak meldete ersten Toten in der arabischen Welt

Mit dem Irak hat das erste Land der arabischen Welt einen Toten durch das neuartige Coronavirus gemeldet. Dabei handle es sich um einen 70-Jährigen aus den kurdischen Autonomiegebieten im Norden des Iraks, meldete die staatliche Nachrichtenagentur INA am Mittwoch unter Berufung auf die lokale Gesundheitsbehörde. Der Mann sei Geistlicher in einer Moschee der Stadt Sulaimanija gewesen.

Der Irak pflegt enge Beziehungen zum benachbarten Iran, der von dem Sars-CoV-2 genannten Virus stark betroffen ist. Die irakischen Behörden haben bisher 31 Coronavirus-Fälle gemeldet.

 10:18

Lombardei denkt an Ausdehnung der Sperrzone

Nachdem die Zahl der Coronavirus-Todesopfer in Italien auf 79 und jene der Infizierten auf 2.264 gestiegen ist, denkt die Lombardei an eine Ausdehnung der "roten Zone". Dabei handelt es sich um die Sperrzone aus elf Gemeinden mit rund 50.000 Einwohnern in der Provinz Lodi, in denen der Infektionsherd lokalisiert wurde und die seit zehn Tagen unter Quarantäne stehen.

Angesichts einer zunehmenden Zahl von Infektionsfällen überlegt die Gesundheitsbehörden die Erweiterung der "roten Zone" auf einige Gemeinden in der lombardischen Provinz Bergamo. "Wir prüfen die Möglichkeit einer Ausdehnung der roten Zone aufgrund epidemiologischer und geografischer Kriterien", betonte Silvio Brusaferro, Leiter von Italiens Oberstem Gesundheitsinstitut ISS laut italienischen Medien. Er dementierte jedoch, dass neue Infektionsherde in der Lombardei entstanden seien.

 10:17

EZB-Telefonkonferenz wegen Virus-Epidemie

Die Währungshüter der Europäischen Zentralbank (EZB) haben Insidern zufolge am Dienstagabend auf einer außerordentlichen Telefonkonferenz über die Virus-Krise gesprochen. Die Besprechung habe nach der überraschenden US-Zinssenkung stattgefunden, sagten zwei mit der Situation vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Es seien operative Fragen diskutiert worden.

Eine geldpolitische Antwort auf die Virus-Epidemie sei nicht auf der Agenda gestanden. Ein EZB-Sprecher lehnte am Mittwoch eine Stellungnahme zu den Informationen ab. Die nächste reguläre Sitzung des EZB-Rats ist für den 12. März in Frankfurt anberaumt

 10:05

Chinesischer Automarkt brach im Februar zusammen

Der chinesische Automarkt ist im Februar aufgrund der Folgen des Ausbruchs mit dem neuartigen Coronavirus regelrecht zusammengebrochen. Nach vorläufigen Daten des Branchenverbands PCA (China Passenger Car Association) vom Mittwoch sank der Absatz gegenüber dem Vorjahresmonat um 80 Prozent und damit so stark wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen.

Für die ersten beiden Monaten des Jahres summiert sich das Minus auf 41 Prozent

 09:16

75 Infektionen bei ausländischen Reisenden in China

Mit der weltweiten Ausbreitung kehrt das neuartige Coronavirus auf dem Umweg über das Ausland wieder nach China zurück. So sind innerhalb einer Woche bei der Ankunft in China bereits 75 Reisende entdeckt worden, die mit dem Virus SARS-CoV-2 infiziert waren, wie die Grenzbehörden nach Angaben der chinesischen Ausgabe der Zeitung "Global Times" vom Mittwoch berichteten.

Allein acht Chinesen, die aus der norditalienischen Stadt Bergamo in der schwer betroffenen Lombardei zurückkehrten, sind in der ostchinesischen Provinz Zhejiang positiv getestet worden, wie das Wirtschaftsmagazin "Caixin" berichtete. Die Chinesen seien heimgekehrt, weil ihr Restaurant in Bergamo seit dem Ausbruch des Virus in Norditalien nicht mehr lief.

 08:46

Erstmals Infizierter in Polen

In Polen ist erstmals bei einem Patienten das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 nachgewiesen worden. Bei dem Erkrankten handle es sich um einen Mann aus der westpolnischen Woiwodschaft Lebus, der sich zuvor in Deutschland aufgehalten habe, sagte Gesundheitsminister Lukasz Szumowski am Mittwoch.

Der polnische Patient habe sich telefonisch bei seinem Hausarzt gemeldet. Da die Symptome eine Covid-19-Erkrankung nahelegten, sei er daraufhin mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus in Zielona Gora gebracht worden. "Es geht ihm gut. Alle Personen, die mit dem Mann in Kontakt waren, sind in Quarantäne", sagte Szumowski.

 08:37

3.000 Tote in China

In China, wo das neue Coronavirus erstmals festgestellt wurde, ist die Zahl der Toten bis Mittwoch auf fast 3.000 gestiegen. Die Gesamtzahl der offiziell erfassten Ansteckungen in Festlandchina seit Beginn der Epidemie im Dezember kletterte auf mehr als 80.000. In Deutschland ist der Erreger in fast allen Bundesländern nachgewiesen worden.

In Deutschland zählt das Robert Koch-Institut (RKI) bisher rund 200 nachgewiesene Infektionen. Viele Patienten sind inzwischen wieder gesund. Am Dienstagnachmittag kamen zuletzt das Saarland und Mecklenburg-Vorpommern zu den Bundesländern hinzu, in denen das SARS-CoV-2 genannte Virus nachgewiesen worden ist.

 08:08

Infektion bei Amazon in Seattle

Amazon hat einen Coronavirus-Fall an seinem Hauptsitz in Seattle. Bei einer Person sei die Infektion nachgewiesen worden, wie der weltgrößte Online-Händler am Mittwoch unter anderem dem Fernsehsender CNBC und dem Technologieblog "The Verge" bestätigte. Die Amazon-Büros sind über die Innenstadt von Seattle verteilt.

Die infizierte Person arbeitete den Angaben nach in einem Gebäude, das nicht zum Kern-Hauptquartier gehört. Amazon hat mehr als 50.000 Mitarbeiter in der Region. Das Gebiet rund um Seattle entwickelte sich in den vergangenen Tagen zu einem Schwerpunkt von Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus in den USA.

 08:08

Politiker positiv getestet

Ein Mitglied des friaulischen Regionalparlaments ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Politiker wurde ins Krankenhaus "Cattinara" in Triest eingeliefert, berichteten lokale Medien. Zwei geplante Sitzungen des friaulischen Regionalparlaments wurden ausgesetzt. Außerdem wurde die Desinfizierung des Saals, in dem die Sitzungen des Regionalparlaments stattfinden, angeordnet.

Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Personen ist in Kärntens Nachbarregion auf 13 angestiegen. Mehrere Coronavirus-Infektionsfälle sind auf die Universität Udine zurückzuführen. Hier hatten sich am 20. Februar drei Professoren aus Udine und eine Kollegin aus Triest bei einem Treffen mit dem Coronavirus infiziert. Angesteckt wurden die vier Friauler offenbar von einem Kollegen aus dem Piemont.