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Kontakt zu 23 Patienten

Coronavirus: Spitalsmitarbeiterin in Steiermark infiziert

Seit Beginn der Zählung der Lungenkrankheits-Fälle sind bereits 3.658 Menschen daran gestorben – In Österreich zählt man derzeit 105 bestätigte Corona-Fälle.

Die Zahl der Covid-19-Patienten in Österreich ist im Vergleich zum Vortag stark gestiegen: Bis Sonntag, 21.00 Uhr, waren 105 positiv getestete Personen bekannt, geht aus Angaben des Gesundheitsministeriums hervor. Am Samstagabend lag die Zahl bei 81. In ganz Österreich wurden bisher 4.509 Personen auf das neuartige Coronavirus getestet.
 
Betroffen sind in Niederösterreich 31 Personen, in Wien 32, in Tirol acht, in der Steiermark zehn, in Salzburg 8, in Oberösterreich neun, im Burgenland vier sowie zwei in Vorarlberg und eine Person in Kärnten. Zwei Patienten sind von Covid-19 genesen. Am 25. Februar waren zum ersten Mal in Österreich (Innsbruck) zwei Personen positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden.
 

Krankenhaus-Mitarbeiterin in Hartberg infiziert - Kontakt zu 23 Personen

 
Eine Mitarbeiterin des Landeskrankenhauses Hartberg ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie die steirische Landesregierung am Sonntagabend mitteilte, hatte sie Kontakt zu 23 Patienten, darunter zwölf Personen, die weiterhin stationär im LKH Hartberg versorgt würden. Elf Personen seien in häuslicher Absonderung.

Bei der Mitarbeiterin der internen Abteilung seien nach einem Auslandsaufenthalt erste Symptome aufgetreten, nachdem sie bereits wieder im LKH Dienst versah. Weil sie dabei auch mit Kolleginnen und Kollegen Kontakt hatte, werden 34 Mitarbeiter des LKH Hartberg zwei Wochen lang in häuslicher Absonderung verbringen. Die Abteilungen Chirurgie und Gynäkologie bleiben für die Akutversorgung geöffnet, da ausgeschlossen werden könne, dass die Frau mit den dortigen Mitarbeitern Kontakt hatte.

Mit der Erkrankung sei "erstmals auch ein steirisches Krankenhaus unmittelbar betroffen", teilte Gesundheitslandesrätin Juliane Bogner-Strauß (ÖVP) mit. Da für diesen Fall bereits Pläne erstellt worden seien, "konnten rasch die richtigen und notwendigen Maßnahmen getroffen werden". Für die medizinische Versorgung in der Region stünden andere steirische Krankenhäuser oder das naheliegende burgenländische LKH Oberwart bereit, hieß es seitens des Landes.
 

Zwei neue Fälle in Oberösterreich

 
In Oberösterreich sind Sonntagabend zwei weitere Fälle einer Coronavirus-Infektion bestätigt worden. Eine Betroffene aus Linz war in derselben Reisegruppe wie ein erkrankter Mühlviertler, der Donnerstagabend als erster in Oberösterreich positiv getestet worden war, teilte das Land mit. Der zweite Infizierte, ein Mann aus Thalheim bei Wels, stammt aus dem Umfeld eines Erkrankten aus dem Reisebus.

Auch die zwei neuen Patienten befinden sich wie die anderen in häuslicher Betreuung. In beiden Fällen wurde die Suche nach Kontaktpersonen aufgenommen. Insgesamt waren in Oberösterreich Sonntagabend neun Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt.

Ein 80-jähriger Mühlviertler, der vom 23. bis 29. Februar mit einem Reisebus in Südtirol auf Skiurlaub war, war Donnerstagabend als erster in Oberösterreich positiv getestet worden. Im Bus befanden sich rund 50 Passagiere.
 
 

Neun neue Fälle in Wien

Die Gesamtzahl der positiv auf das neue Coronavirus getesteten Personen in Wien ist um neun auf 32 gestiegen (Österreich-weit gibt es 99 Fälle mit Stand Sonntag, 8.00 Uhr). Unter den Patienten ist auch eine Mitarbeiterin eines kleinen Privatkindergartens in Wien-Ottakring. Diese Betreuungseinrichtung bleibt nun für zwei Wochen geschlossen, wie Corina Had von der Wiener Berufsrettung berichtete.
 
Alle Pädagoginnen und eine Kindergruppe wurden abgesondert und bleiben vorerst in häuslicher Pflege. Die erkrankte Frau hatte Kontakt zu einem weiteren, schon zuvor bekannt gewesenen Fall in Wien.
 
Bei den neun in der Bundeshauptstadt neu bekannt gewordenen Fällen handelt es sich um vier Frauen und fünf Männer, teilte Had mit. Bei einem Betroffenen muss das Umfeld noch weiter abgeklärt werden - es ist also noch nicht bekannt, wo sich die Person angesteckt hat.
 
Eine positiv getestete Person hatte Kontakt zum Patienten in Vorarlberg und auch zu einer Lehrveranstaltung auf der Fachhochschule (FH). Die gefährdeten Personen wurden abgesondert und getestet. Die Ergebnisse standen am Sonntag noch aus. Vier der neu dazugekommen Corona-Erkrankten hatten Kontakt zu Wiener bzw. zu niederösterreichischen Fällen bzw. zum Vorarlberger Fall. Bei zwei Personen handelt es sich um Rückkehrer aus dem Iran bzw. aus Italien.
 

Jetzt werden sogar schon OPs eingeschränkt

Für eine Wiener Schule gab es dagegen am Samstag Entwarnung: Zwei Lehrerinnen, die "unter Verdacht" standen, wurden negativ getestet. Bei den Covid-19-Patienten im Burgenland zeigt sich ein "stabiler Verlauf" der Erkrankung. Die AUVA kündigte unterdessen an, nicht notwendige Operationen fallweise zu verschieben.

Um angesichts der Herausforderungen durch das neuartige Coronavirus "auch mittel- bzw. langfristig die unfallchirurgische Versorgung sicherzustellen", setzte man auf einen ressourcenschonenden Einsatz der Mittel, informierte die AUVA. Ziel sei die Sicherstellung, "dass Arbeitsunfälle und Patienten, die dringend unfallchirurgische Behandlung benötigen, weiterhin prioritär versorgt werden".

Die Salzburger Landeskliniken schränken das Programm nicht dringender Operationen angesichts der steigenden Zahl von Coronafällen in Österreich noch nicht ein, wie auf APA-Anfrage zu erfahren war. In der oberösterreichischen Gesundheitsholding GmbH, zu der neben dem Kepler Universitätsklinikum in Linz sechs Regionalkliniken mit acht Standorten in ganz Oberösterreich gehören, ist das derzeit ebenfalls kein Thema.

Schon über 100.000 Infizierte

Weltweit wurden bisher laut John Hopkins Universität (Stand Samstag, 15.00 Uhr) insgesamt 102.471 bestätigte Fälle bekannt gegeben. Die Anzahl der Todesfälle beträgt diesen Daten zufolge weltweit derzeit 3.491, die Anzahl der Genesenen 57.426.

In Deutschland sind inzwischen insgesamt 684 Personen von der Krankheit betroffen, wie das Robert-Koch-Institut in der Früh auf seiner Homepage mitteilte. In Italien gab es bisher 4.636 Erkrankte, berichtete das Innenministerium. In Kärntens Nachbarregion Friaul Julisch Venetien ist am Samstag das erste Coronavirus-Todesopfer gemeldet worden. Dabei handelt es sich um eine 87-jährige Seniorin.

Die italienische Regierung hat mittlerweile Ärzte aus dem Ruhestand zurückgerufen. Diese Maßnahme ist Teil eines neuen Notprogramms, das bei einer bis in die Nacht dauernden Krisensitzung des Kabinetts beschlossen wurde.

Aus Ungarn wurden fünf Infizierte gemeldet. 28 befanden sich in Quarantäne.

Alle Zahlen zum Coronavirus hier

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