Wolfgang Fellner: Das sagt er zur Kampagne gegen ihn

Die Wahrheit über die 'Causa Fellner'

Wolfgang Fellner: Das sagt er zur Kampagne gegen ihn

Konkurrenz startete Schlammschlacht. Fellner nimmt erstmals zur Intrige Stellung. Und stellt klar: 

In den letzten Tagen bin ich leider zum Mittelpunkt einer Schlammschlacht rund um die erfolgreiche Entwicklung meines TV-Nachrichtensenders oe24.TV geworden.

Das „Krone-Imperium“, vertreten durch den auf Medien-Schlammschlachten spezialisierten Anwalt Michael Rami, und die milliardenschwere Seven One Media Group, die mit Puls 24 unbedingt einen Nachrichtensender in Österreich etablieren will, haben mit massiven Kampagnen versucht, den Erfolgslauf meines Nachrichten-TV-Senders oe24.TV zu stoppen.

Der Hintergrund 

Der Hintergrund: oe24.TV hat sich in der Gunst der ZuseherInnen in Rekordzeit zum beliebtesten Nachrichtensender entwickelt und seine Seher-Zahlen von 0,2 auf fast 2,0 Prozent Marktanteil verzehnfacht. Die mit Millionenverlusten gestartete Kopie Puls 24 erreicht nicht einmal mehr die Hälfte des oe24.TV-Marktanteils, das mit noch mehr Millionen gestartete Krone TV kommt nur auf ein Hundertstel (!) des oe24.TV-Marktanteils.

Weder Anzeige noch Klage 

Sicher nicht zufällig ist genau in dieser Phase eine Moderatorin von Krone TV, Raphaela Scharf, mit der Aussage an die Öffentlichkeit getreten, ich hätte sie während ihrer Zeit bei oe24.TV bei einem Foto-Shooting „begrapscht“ und dadurch „sexuell belästigt“. Diese Aussage hatte ein einziges Ziel: Meinen Ruf als Aushängeschild von oe24.TV und Moderator von FELLNER! LIVE nachhaltig zu beschädigen.

Augenzeugen und Fotos belegen: Keine Berührung 

Wichtig ist: Es gibt weder eine Anzeige noch eine Klage von Frau Scharf bei Gericht gegen mich. Die zwei Gerichtsverfahren, die laufen, sind eine zivilrechtliche Klage von mir (!) gegen Frau Scharf auf Unterlassung dieser falschen Behauptungen und eine Klage von Frau Scharf gegen die Firma Austria Digital auf Rücknahme ihrer Entlassung und Wiedereinstellung (!) bei oe24.TV.

In diesen Verfahren haben die Augenzeugen ausgesagt, sie hätten keine Berührung von Frau Scharf durch mich und schon gar kein „Begrapschen“ gesehen. Obwohl sie vor Gericht einen rechtlich bindenden Unterlassungs-Vergleich unterschrieben hat, diese Behauptung öffentlich nicht mehr zu wiederholen, hat Frau Scharf – mit der wirtschaftlichen Macht der Krone im Hintergrund – diesen gebrochen und die nachweislich falschen Aussagen im Rahmen einer Kampagne der Puls 4-Gruppe gegen mich mehrfach wiederholt.

Zweite Zeugin 

Völlig absurd sind die Aussagen einer zweiten „Zeugin“: Die Krone-TV-Mode­ratorin Katia Wagner war mit mir schon lange vor ihrer Tätigkeit bei oe24 privat befreundet. Sie hat während ihrer oe24-Tätigkeit großen Wert darauf gelegt, diese Freundschaft zu betonen und mich deshalb – teilweise sehr aufdringlich – vor ­ihrem Team umarmt, auf die Wange geküsst, mit Geschenken bedacht.

Es ist deshalb wenig glaubwürdig, wenn Frau Wagner im Frühjahr 2020 plötzlich behauptet, ich hätte sie fünf Jahre davor bei einem Fotokopierer „am Hintern begrapscht“. Diesen Vorfall hat es nie gegeben – das zeigt auch der Umstand, dass sie zwei Jahre später ihre private Freundschaft zu mir neu begonnen, mir liebevolle Briefchen und SMS geschrieben hat und im Herbst 2019 sogar als ­Moderatorin zu oe24.TV zurückkehren wollte.

Werde künftig in meiner Wortwahl sensibler sein

Während also die Vorwürfe der sexuellen Belästigung durch „Grapschen“ nicht zutreffen – entscheiden wird das Gericht –, gibt es in dem Verfahren doch einen Punkt, für den ich mich klar entschuldigen möchte: Ich habe in einem sehr emotionalen Gespräch Frau Scharf vorgeworfen, ihre an diesem Tag in meinen Augen zu aufreizende und sexbetonte Moderations-Kleidung entspreche nicht dem gewünschten Business-Stil, sondern sehe aus wie „eine Nutte“.

Auch wenn mir mittlerweile von ORF-MitarbeiterInnen bestätigt wurde, dass das Wort „nuttig“ für zu aufreizende Kleidung beim ORF sogar von weiblichen Führungskräften „immer wieder gebraucht wird“, und auch wenn ich die gleiche Kritik genauso bei Männern („Bitte zieh dich nicht an wie ein Zuhälter!“) gebraucht habe, so tut mir diese Aussage im Nachhinein leid und sie entspricht nicht dem Respekt, den ich Frau Scharf und allen Frauen in meinen Unternehmen entgegenbringe. Ich werde künftig in meiner Wortwahl deutlich sensibler und respektvoller sein.

Frauenfreundliches Unternehmen 

Ich habe mit der Mediengruppe ÖSTERREICH/oe24 ein Unternehmen aufgebaut, das heute zu Recht als das frauenfreundlichste im Mediensektor angesehen werden kann. Über 80 % (!) aller Führungspositionen in meinem Unternehmen sind mit Frauen besetzt. Von Chefredaktion und Geschäftsführung der Zeitung ÖSTERREICH über die Programmdirektion und Geschäftsführung von oe24.TV, von oe24 Online bis zu Radio Austria und allen Magazinen werden bei uns fast alle Medien von Frauen geleitet – das gibt es nirgendwo sonst in Österreich.

Das Besondere daran: Alle diese großartigen Frauen ­arbeiten seit mindestens 10 Jahren, viele sogar schon seit 20 Jahren mit mir. Sie wissen, mit welchem Respekt ich Frauen gegenübertrete.
Keine andere Mediengruppe ist derzeit auch nur annähernd so erfolgreich und innovativ wie ÖSTERREICH.  

Prüfung durch Kanzlei BDO Austria 

Deshalb habe ich auf eigenen Wunsch beschlossen, die Moderation meiner Talkshow FELLNER! LIVE bis zur Klärung der Vorwürfe an meinen Sohn Niki und „POLITIK-INSIDERIN“ Isabelle ­Daniel abzugeben, um meine Mitarbeiter vor dieser auf mich zielenden Schlammschlacht zu schützen.
Da es keine Klage gegen mich wegen „sexueller Belästigung“ gibt, hat die Mediengruppe ÖSTERREICH beschlossen, die renommierte Wirtschaftsprüfungskanzlei BDO AUSTRIA mit der detaillierten Prüfung aller Vorwürfe zu beauftragen. Wie international üblich, wird die forensische Abteilung alles prüfen und danach einen Schlussbericht erstellen.

Danke sagen

In der Zwischenzeit möchte ich mich bei allen MitarbeiterInnen für ihre Solidarität, bei meiner großartigen Frau und meiner Familie für ihre Hilfe, vor allem aber auch bei allen meinen LeserInnen und ZuseherInnen für Ihre Unterstützung bedanken. Ich habe bis gestern sagenhafte 3.840 E-Mails und SMS mit Solidaritäts-Er­klärungen jeder nur denkbaren Art erhalten. So viel Zuspruch und Sympathie hätte ich mir nicht zu erträumen gewagt. Danke.
 



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