Eine Tote bei Pkw-Crash mit Zug

Schwerer Unfall

Eine Tote bei Pkw-Crash mit Zug

Lenker übersah offenbar Stopp-Tafel bei Bahnübergang.

Bei einem Zusammenstoß eines Pkw mit einer Garnitur der Pinzgaubahn in Mittersill (Pinzgau) ist am Mittwoch am Vormittag die Ehefrau des Autolenkers noch an Ort und Stelle gestorben. Ihr Mann und ihre Tochter (9) wurden schwer verletzt. Nach derzeitigem Erhebungsstand habe der Pkw-Lenker vor einem unbeschrankten Bahnübergang das Haltegebot der Stopptafel missachtet, sagte Lokalbahn-Chef Gunter Mackinger.

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Die Rettung der Verunglückten war laut Freiwillige Feuerwehr Mittersill äußert schwierig. Um die drei eingeklemmten Niederländer aus dem Wrack befreien zu können, musste das Dach des Pkw entfernt werden. Die Beifahrerin und das Mädchen, das sich auf der Rückbank befand, wurden mit hydraulischem Rettungsgerät befreit.

Die sechs Fahrgäste des Zuges und die 35-jährige Triebwagenführerin sind mit dem Schrecken davongekommen. Sie haben den Zusammenstoß unverletzt überstanden.

Die Urlauberfamilie aus der niederländischen Provinz Utrecht war auf der Rettenbachstraße in Richtung Gerlosstraße (B165) unterwegs. Als der Pkw in die Eisenbahnkreuzung einfuhr, näherte sich laut Polizeibericht ein aus Hollersbach kommendes Triebfahrzeug der Pinzgaubahn. Trotz akustischer Signale des Zuges war die Kollision nicht mehr vermeidbar. Vier Notärzte und sechs Rot-Kreuz-Helfer führten die Erstversorgung der Unfallopfer durch. Die Frau starb noch an der Unfallstelle.

Die Polizei hat am Mittwochnachmittag die genauen Geburtsdaten der Opfer bekannt gegeben. Demnach ist der Familienvater und Lenker des Kombis 34 Jahre, seine Frau, die auf de Beifahrersitz saß, 35 Jahre und die Tochter neun Jahre alt. Der Vater und der Bruder des Lenkers eilten zur Unfallstelle. Sie wurden von dem Kriseninterventionsteam psychologisch betreut.

Die Polizei vermutet, dass es zu der Kollision aufgrund einer Unachtsamkeit des Pkw-Lenkers gekommen war. Der Bahnübergang sei von beiden Seiten gut einsehbar, berichteten Einsatzkräfte. Der Unfallbereich und die Bahnlinie waren rund zwei Stunden gesperrt. Ein Alkotest bei der Lokführerin verlief negativ.

Aus der Bevölkerung sei schon öfters der Wunsch gekommen, den Bahnübergang im Ortsteil Rettenbach mit einem Schranken oder zumindest einer Ampel auszustatten, sagte ein Polizist aus dem Pinzgau. An dieser Eisenbahnkreuzung seien schon mehrmals schwere Unfälle passiert.

 


 

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