Frau ersticht Freund im Delirium

Messer-Attacke

Frau ersticht Freund im Delirium

Die Angeklagte verantwortete sich mit zwei (englischen) Worten: "Blackout" und "Flashback".

Die Bluttat ereignete sich im Juli des Vorjahres im Stadtteil Ebelsberg in Linz: Dort erstach die 40-jährige Maria W. ihren Lebensgefährten Günter H. mit nur einem einzigen Messerstich in die Brust. Am Mittwoch stand die Frau vor Gericht und zeigte sich bei ihren Aussagen zu den Geschehnissen – beraten von Verteidiger Andreas Mauhart – vor allem als eines: nämlich selbst als Opfer (ihres Lebens): Schwere häusliche Gewalt durch den Vater sowie ihre bisherigen Partner, Alkoholkonsum, seit sie 13 Jahre alt ist, Tablettensucht, phasenweise auch andere Drogen, unerfüllter Kinderwunsch und eine schwere Krankheit, immer wieder Selbstverletzungen.

Todesstich am Tag, als Freund die Arbeit verlor

Nur ihr Freund, den sie 2012 in einem Entzugsprogramm kennenlernte, gab ihr anfangs Halt. Doch als der 53-Jährige seine Arbeit verlor und sie gemeinsam bis zum "Blackout" tranken (sie hatte 1,92, er sogar 2,82 Promille) und dabei auch jede Menge Medikamente bis hin zu Opiaten einwarfen, habe sie einen "Flashback" gehabt und wollte sich in den Arm ritzen. Das habe sie schon als Jugendliche oft gemacht. Sie gehe davon aus, dass er ihr das Messer entwenden wollte und bei dem Gerangel den Messerstich abbekam. Ob die Geschworenen ihr glauben werden, wird sich bei der Urteilsverkündung im Juni zeigen. Es gilt die Unschuldsvermutung.



OE24 Logo
Es gibt neue Nachrichten