Gäste-Liste: So lief der erste Tag

"ÖSTERREICH"-Report

Gäste-Liste: So lief der erste Tag

Wie der ÖSTERREICH-Report zeigt, ist den Gästen die Registrierungspflicht lieber als eine frühe Sperrstunde.

Wien. Seit Sonntag, 24 Uhr, sind die Wiener wieder mit einer neuen Covid-19-Maßnahme konfrontiert. Jeder Lokalgast muss sich mit Namen, E-Mail-Adresse und Telefonnummer registrieren – entweder schriftlich auf einem  vorgegebenen Formular oder digital. Die Wirtschaftskammer gibt an, dass 40 Prozent der Gäste eine Registrierung beim Lokalbesuch verweigern.

Der ÖSTERREICH-Lokalaugenschein Montagmittag ergab eine gänzlich ­andere Einschätzung. Sowohl Gäste als auch Wirte reagieren äußerst entspannt und verständnisvoll auf die neue Covid-Maßnahme.

© TZOe MFellner
Ling Jie Cheng, Matcha Komachi, Wien: Druckfrische Formulare.

„Unproblematisch.“ Für Peter Friese, Geschäftsführer des Nobel-Lokals Zum Schwarzen Kameel in der Wiener Innenstadt, ist die Aufregung um die Registrierungspflicht unverständlich.

Jedem Gast werde, sobald er sitzt, das Formular  und ein Kugelschreiber überreicht. Friese: „Das geht innerhalb von 10 Sekunden, das ist nichts Unangenehmes und Dramatisches für unsere Gäste.“

Jegliche Bedenken wegen Datenschutz seien unbegründet, so Friese: „Die Formulare werden vier Wochen aufgehoben und dann zerstört.“

Digitales Formular. Im Lokal Zweitbester in der Heumühlgasse 2 in Wien-Margareten müssen keine physischen Formulare ausgefüllt werden. Lokalgäste scannen einen auf jedem Tisch aufgeklebten QR-Code und füllen dann ein elektronisches Formular aus. Restaurantbesitzer Florian Egger: „Diese Maßnahme ist allemal besser als eine frühe Sperrstunde.“ Verweigerungen habe es in der kurzen Zeit des Bestehens der Maßnahme bislang noch keine gegeben.

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ÖSTERREICH-Redakteur machte den Gastro-Test. Mit Formular: Beim Japaner Matcha Komachi muss ein Papier-Fomular ausgefüllt werden.

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Leberkas-Pepi: Auch für einen schnellen deftigen Imbiss muss ein Formular ausgefüllt werden.

Verständnisvoll. Auch nicht ein paar Häuser weiter beim japanischen Lokal Matcha Komachi in der Operngasse. Betreiber Ling Jie Chen begrüßt die Maßnahme, wenn sie dazu führt, dass die Infektionszahlen zurückgehen.

C. Zacharnik

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