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Durch die Veröffentlichungen auf der Website www.oe24.at

a) vom 22.9.2023 mit der Überschrift „Frauenleiche im Kofferraum: Die irre Welt des Corona-Leugners Florian O.” und dem weiteren Inhalt, der Antragsteller Florian Ortner habe bei einer Verkehrsanhaltung die Leiche seiner Ehefrau im Kofferraum und die gemeinsamen drei Kinder im Auto gehabt,

b) vom 10.11.2023 mit der Überschrift „Holocaust geleugnet — Mini-Strafe für „König der Corona-Schwurbler"" und dem weiteren Inhalt, der Antragsteller Florian Ortner habe bei einer Verkehrsanhaltung die Leiche seiner Ehefrau, die wenige Stunden zuvor an einer offenbar nicht behandelten Krebserkrankung gestorben sei, im Kofferraum und die gemeinsamen drei Kinder im Auto gehabt, es sei fraglich, ob sie die Verstorbene ins Spital bringen oder irgendwo im Grünen beerdigen hätten wollen,

wobei in beiden Veröffentlichungen ein Link auf eine andere Veröffentlichung mit dem auf den Antragsteller bezogenen Titel „Corona-Leugner: „Sie starb ihn meinen Armen"" enthalten war,

wurde in einem Medium der höchstpersönliche Lebensbereich des Antragstellers in einer Weise erörtert, die geeignet ist, ihn in der Öffentlichkeit bloßzustellen (§ 7 Abs 1 MedienG). Für die dadurch erlittene persönliche Beeinträchtigung wurde die oe24 GmbH zur Zahlung einer Entschädigung an den Antragsteller verurteilt.

Landesgericht für Strafsachen Wien

Abt. 113, am 30.4.2024

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