Habsburger klagt wegen Fischottern

155.000 € Schaden

Habsburger klagt wegen Fischottern

Zur Not bis vor den Europäischen Gerichtshof will der adelige Fischereiverwalter ziehen.

Kärnten. Ulrich Habsburg-Lothringen gilt als umweltbewusster Naturfreund, politisch schlug das Herz des 77-Jährigen stets grün. Doch beim Thema Fischotter hört für den prominenten Grafen, Urenkel von Erzherzog Ferdinand IV., die Freundschaft auf. Der possierliche Wassermarder macht dem adeligen Fischereiverwalter das Leben schwer.
 
154.650 Euro Schaden haben die Otter laut Gutachten seit 2013 in den Gewässern des Habsburgers im Lavanttal angerichtet. Den Schaden will der Graf von Land ersetzt haben. Die Summe scheint relativ unstrittig, zumal das zugrunde liegende Gutachten vom Fischereisachverständigen des Landes erstellt wurde. Demnach habe der Fischbestand allein in der Lavant durch den Otter von 245 Kilogramm pro Hektar auf inzwischen 17 Ki­lo abgenommen.
 
Das Land hat zum 1. Jänner 2019 einen Wildschadensfonds aufgelegt, um Schäden durch die Fischotter regulieren zu können. Die Forderung von Habsburg-Lothringen über die knapp 155.000 Euro würde den finanziellen Rahmen allerdings sprengen. Notfalls will der Graf deshalb vor den Europäischen Gerichtshof ziehen.

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