Hexen-Trio wurde von

Sekten-Prozess ein "Jahrhundertfall"

Hexen-Trio wurde von "Gott geleitet"

Hauptangeklagte soll Komplizinnen manipuliert und zu Verbrechen angestiftet haben.

Kärnten. Prozessfinale am Dienstag am Landesgericht Klagenfurt gegen drei Frauen (44, 48, 62) wegen schweren Betrugs, mehrfacher Brandstiftung und Mordes an einer Pensionistin (72).

Hauptangeklagte war die selbst ernannte Energetikerin Margit T. (48), die mit ihren beiden Komplizinnen betagte Opfer um deren Vermögen gebracht haben soll. Dabei soll das Trio, das ähnlich wie eine Sekte organisiert war, mehrfach Brände gelegt haben, um seine Opfer einzuschüchtern.

Eine vermögende Witwe musste laut Anklage im Oktober 2018 in Umberg sterben, weil sie ihr Testament, das sie ursprünglich zugunsten der mutmaßlichen Rädelsführerin Margit T. verfasst hatte, ändern wollte.

Hauptangeklagte soll Mord per SMS befohlen haben

Mit einer SMS soll die „Ober-Hexe“ ihre Komplizin Barbara H. (44) schließlich per SMS dazu angestiftet haben, die Seniorin zu erstechen. „Gott spricht durch mich“, sagte die 48-Jährige.

Die Hauptangeklagte erhielt lebenslänglich wegen Anstifung zum Mord, Barbara H., die das Opfer erwürgt haben soll, bekam 20 Jahre Haft. Beide werden in eine Anstalt eingewiesen. Die dritte Komplizin bekam drei Jahre Haft wegen Betrugs und Beihife zur Brandstiftung. Die Urteile sind nicht rechtskräftig.

Der psychiatrischen Sachverständigen Peter Hofmann sprach vor Gericht von einem „Jahrhundertfall“. 

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