07. Februar 2008 08:33
Autobahn wieder frei
Massenkarambolage mit 30 Autos auf A2 in Kärnten

Gefrierender Nebel dürfte der Auslöser für den Massen-Unfall gewesen sein. Die Autobahn war mehrere Stunden gesperrt.

Massenkarambolage mit 30 Autos auf A2 in Kärnten
© Eggenberger

Sechs Leichtverletzte hat Donnerstag früh eine Massenkarambolage auf der Südautobahn in Kärnten gefordert. Insgesamt 21 Fahrzeuge waren in den Crash verwickelt, die A2 war auf Höhe Techelsberg am Wörther See bis zu Mittag in Fahrtrichtung Wien gesperrt. In den Unfall verwickelte Autolenker nannten Glatteis als Ursache, die Asfinag bestreitet dies jedoch kategorisch.

"Sehr rutschig"
Bei der Verkehrsleitzentrale der Kärntner Polizei hieß es, es sei "sehr rutschig" gewesen, ob es sich tatsächlich um Glatteis gehandelt habe, könne man jedoch nicht sagen. Asfinag-Sprecher Volker Höferl erklärte am Vormittag, die Daten von der Unfallstelle würden Eisbildung ausschließen: "Die Restsalzmenge am Unfallort lag bei sechs bis acht Gramm pro Quadratmeter, das verhindert Eisbildung bis zu einer Temperatur von minus acht Grad." In der Früh habe die Fahrbahntemperatur zwei Grad plus betragen, auch die Lufttemperatur sei bei mehr als einem Grad gelegen.

LKW geriet ins Schleudern
Ausgelöst hatte den Massenunfall ein Lkw-Lenker, der ins Schleudern geraten war. Das Fahrzeug stellte sich quer, nachkommende Autolenker konnten nicht mehr rechtzeitig abbremsen und krachten in den Laster. Im Frühverkehr bildete sich rasch ein Stau, in der Folge gab es noch mehrere Auffahrunfälle. In die Karambolage verwickelt war auch der Leiter der Verkehrsabteilung der Kärntner Polizei, Oberst Adolf Winkler. Es sei ihm gelungen, sein Auto ohne Fremdberührung anzuhalten, er habe nur die Leitschiene touchiert, erklärte er im ORF-Radio Kärnten. Winkler kam mit dem Schrecken davon.

Verkehrschaos
Die Autobahnsperre sorgte für ein mittleres Verkehrschaos, die Autos wurden auf die Bundesstraße abgeleitet, die binnen kürzester Zeit hoffnungslos verstopft war. Am späteren Vormittag beruhigte sich die Situation, bis zu Mittag konnten alle Autowracks von der Fahrbahn entfernt werden. Kurz vor 12.00 Uhr war die A 2 wieder ungehindert befahrbar.