Nach Todesflug: Pilot muss nun vor Gericht

Verdacht auf fahrlässige Tötung

Nach Todesflug: Pilot muss nun vor Gericht

Anfang September 2019 ist eine Frau bei einem Segelflugzeugabsturz gestorben.

Wolfsberg. Bei den Wolfsberger Flugsporttagen im Lavanttal ist, wie berichtet, im September des Vorjahres eine Frau ums Leben gekommen. Die 62-Jährige war mit einem Segelflugzeug mitgeflogen, sie und der Pilot (56) waren die einzigen Insassen. Das Flugzeug stürzte mit der Frau in einem Waldstück ab, der Pilot konnte sich noch vor dem Aufprall mittels Fallschirm retten.

Vorwurf. Laut Markus Kitz, Sprecher der Staatsanwaltschaft Klagenfurt, hat der Pilot die Frau zuvor nicht darüber in Kenntnis gesetzt, wie sie sich in der Notsituation zu verhalten gehabt hätte.

In Panik geraten. Die Staatsanwaltschaft Klagenfurt wird den Piloten nun wegen grob fahrlässiger Tötung anklagen. Dem Mann wird jedoch nicht nur der alleinige Absprung aus dem Flugzeug vorgeworfen. Er sei zudem übermüdet gewesen, so Kitz, und habe sich bei schlechtem Wetter zu einem riskanten Manöver hinreißen lassen. „Er hätte trotzdem noch genügend Zeit gehabt, das Flugzeug zu stabilisieren“, sagt der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Offenbar sei der Pilot aber aufgrund der Situation in Panik geraten und habe das Flugzeug alleine verlassen.

Prozesstermin. Einen Termin für den Prozess gibt es noch nicht. Für den Piloten gilt die Unschuldsvermutung.

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