Ursachensuche nach ausgelaufenem Benzin

Tankstellenunglück

Ursachensuche nach ausgelaufenem Benzin

Die OMV sucht fieberhaft nach den Ursachen für das Austreten von rund 100.000 Liter Benzin an einer Tankstelle im Osten von Klagenfurt.

Wie lange die Sanierung dauern wird, konnte Retail-Manager Harald Joichl am Freitag noch nicht sagen. Auch die Höhe der Kosten sei "nicht seriös zu beziffern", meinte Joichl vor Journalisten am Ort des Geschehens. Die Vorwürfe der Stadt, der Konzern habe Informationen zurückgehalten, wurden jedenfalls kategorisch zurückgewiesen.

Ovalflansch war undicht
Es handle sich um einen "branchenunüblichen Zwischenfall", wie er in der Form noch nie vorgekommen sei, meinte Joichl. Daher sei es auch nicht möglich, jetzt konkrete Angaben über den Hergang zu machen. Ziemlich sicher scheint, dass ein so genannter Ovalflansch oberhalb eines 50.000-Liter-Tanks undicht gewesen ist.

Anlage auf dem Stand der Technik
Über welchen Zeitraum das Benzin ausgetreten ist, könne man aber derzeit nicht sagen. Das liege unter anderem daran, dass ein solcher Tank ständig mit kleineren Mengen nachgefüllt werde. "Es ist nicht so, dass da 50.000 Liter eingefüllt werden, und der Tank wird erst nachgefüllt, wenn er leer ist", meinte Joichl. Der OMV-Techniker Alois Wach betonte, die Anlage sei erst vor zehn Jahren errichtet worden und entspreche "absolut dem Stand der Technik".

Die Ankündigung von Klagenfurts Bürgermeister Harald Scheucher (V) und seiner SPÖ-Stellvertreterin Maria-Luise Mathiaschitz, Strafanzeige gegen die OMV zu erstatten, wollte Joichl nicht kommentieren, er sei jedenfalls von der Staatsanwaltschaft noch nicht kontaktiert worden. "Ich kann nur sagen, dass wir mit den Behörden von Anfang an kooperiert haben, die zuständigen Stellen sind unverzüglich und rechtzeitig informiert worden."

Vollständige Sanierung möglich
Gesichert ist laut OMV, dass eine vollständige Sanierung des Areals erfolgen könne und werde. Gefahr für die Anrainer bestehe nicht, es würden auch ständig Messungen durchgeführt. Der Tankstellenpächter wird vom Ölkonzern entschädigt, Joichl gab auch eine Garantie dafür ab, dass die an der Tankstelle beschäftigten Mitarbeiter nicht gekündigt werden.

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