Katia Wagner

Medien-Skandal

'Krone' zahlt TV-Ladys Prozess-Kosten gegen Fellner

Aus den angeblichen #MeToo-Prozessen der beiden Krone-TV-Ladys Raphaela Scharf und Katia Wagner wird jetzt ein veritabler Medien-Skandal: 

Aus den angeblichen #MeToo-Prozessen der beiden Krone-TV-Ladys Raphaela Scharf und Katia Wagner, die dem ÖSTERREICH-Herausgeber Wolfgang Fellner überraschend gleichlautend vorwerfen, sie vor Jahren „am Po“ berührt zu haben, wird jetzt ein veritabler Medien-Skandal: 

Dienstag gaben beide TV-Ladys in einem Prozess am Wiener Landesgericht vor Richter Mag. Gerald Wagner erstmals offen zu, dass in Wahrheit die Kronen Zeitung ihre Dritten allenfalls zu ersetzenden Prozesskosten und vor allem ihren Anwalt Michael Rami finanziert.


„Krone“-Herausgeber Christoph Dichand hatte jede Involvierung der Kronen Zeitung in die Rechtsvertretung der Damen bisher vehement bestritten und die Zeitung ÖSTERREICH wegen des Vorwurfs, die Krone betreibe eine gezielte „Rufmordkampagne“ gegen Wolfgang Fellner und ÖSTERREICH, sogar geklagt.


Dienstag startete der Prozess, den Dichand selbst angestrengt hat, dann mit einer Riesenüberraschung. Die Krone-TV-Lady Raphaela Scharf, die von Fellner wegen ihrer Behauptung, er habe sie „am Po begrapscht“, geklagt wird, sagte zunächst, ihre Arbeitsgerichtsprozesse werden von ihrer Rechtsschutzversicherung bezahlt. Doch dann gestand sie dem Richter, dass alle weiteren Prozesse – etwa die zahlreichen Gegendarstellungsverfahren gegen ­ÖSTERREICH und oe24 – direkt von der Kronen Zeitung bezahlt werden. Auch ihr Anwalt, Michael Rami, werde in Wahrheit von der Krone finanziert.
Anschließend legte die zweite Krone-TV-Lady Katia Wagner ein ähnliches Geständnis ab: Auch bei ihr würden die Rechtskosten – neben Medienverfahren auch eine Klage, die sie gegen Fellner eingebracht hat – von der Kronen Zeitung bezahlt. Auch bei ihr würden also alle Anwaltskosten von der Krone übernommen.


Die Verhandlung wird im ­November fortgesetzt. Dann muss Krone-Herausgeber Christoph Dichand aussagen, ob er die Bezahlung der Rechtskosten seiner TV-Ladys genehmigt hat. Wenn ja, dann wäre das das erste Mal, dass ein österreichisches Medienunternehmen private Klagen von Mitarbeitern gegen einen Konkurrenten finanziert, um dessen Ruf zu schädigen.


Wolfgang Fellner hatte in der Vergangenheit mehrfach erklärt, dass hinter den Vorwürfen der angeblichen „sexuellen Belästigung“ der beiden TV-­Ladys in Wahrheit eine Konkurrenz-Kampagne der durch den ÖSTERREICH- und ins­besondere oe24-Erfolg unter Druck gekommenen Kronen Zeitung stecke. In beiden Fällen haben mittlerweile ALLE AugenzeugInnen ausgesagt, dass die Vorwürfe der beiden Krone-Ladys falsch seien und es nie eine Berührung von Wolfgang Fellner gegeben habe.


Das Oberlandesgericht Wien hat mit gestern zugestelltem Beschluss entschieden, dass ein weiterer Gegendarstellungs­antrag von Scharf rechtskräftig abgewiesen wurde. 



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