Gerichtsurteil

Über Antrag von Florian Ortner veröffentlichen wir nachstehende

Mitteilungen gemäß § 8a Abs 5 MedienG:

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1.

Der Antragsteller Florian Ortner hat die Verurteilung der Antragsgegnerin oe24 GmbH zur Zahlung einer Entschädigung nach § 7 Abs 1 MedienG beantragt, weil auf der Website www.oe24.at am 25.7.2023 ein (am 1.8.2023 aktualisierter) Bericht mit der Überschrift „Corona-Leugner: "Sie starb in meinen Armen"" und dem weiteren lnhalt veröffentlicht wurde, der Antragsteller, ein 39-jähriger „Corona-Demo-Organisator", sei mit seinen 11 and 15 Jahre alten Söhnen bei einer Verkehrskontrolle angehalten worden. Im Kofferraum habe er die Leiche seiner wenige Stunden vorher an unbehandeltem Brustkrebs verstorbenen Ehefrau gehabt. Der Angeklagte habe im Beisein seiner Kinder, die inzwischen zu den Großeltern gebracht worden seien, behauptet, dass seine Frau in seinen Armen gestorben sei. Er habe sie laut eigenen Angaben zur Rettung oder ins Spital bringen wollen, es liege aber die Vermutung nahe, dass er sie in der freien Natur begraben habe wollen. Der Antragsteller sieht durch diese Veröffentlichung seinen höchstpersönlichen Lebensbereich verletzt. Das medienrechtliche Verfahren ist anhängig.

Landesgericht für Strafsachen Wien

Abt. 113, am 15.1.2024

2.

Der Antragsteller Florian Ortner hat die Verurteilung der Antragsgegnerin oe24 GmbH zur Zahlung einer Entschädigung nach § 7 Abs 1 MedienG beantragt, weil auf der Website www.oe24.at am 24.7.2023 ein Bericht mit der Überschrift „Das ist der Corona-Leugner mit der Leiche im Kofferraum" und ein (am 1.8.2023 aktualisierter) Bericht mit der Überschrift „Corona-Leugner (39) transportierte Leiche von Ehefrau im Kofferraum" mit dem jeweils sinngleichen weiteren lnhalt veröffentlicht wurden, als der Antragsteller bei einer Verkehrskontrolle angehalten worden sei, habe er die Leiche seiner wenige Stunden vorher verstorbenen Ehefrau im Kofferraum gehabt. Seine drei Kinder im Alter von 5 bis 15 Jahren seien ebenfalls im Fahrzeug gewesen. Er habe die Frau, die nach einer unbehandelten Krebserkrankung verstorben sein dürfte, in der freien Natur beerdigen wollen. Die Kinder seien nun bei Angehörigen untergebracht. Der Antragsteller sieht durch die Veröffentlichungen seinen höchstpersonlichen Lebensbereich verletzt. Das medienrechtliche Verfahren ist anhängig.

Landesgericht für Strafsachen Wien

Abt. 113, am 15.1.2024

Fotos für Veröffentlichung
© APA/TEAM FOTOKERSCHI / BAYER

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© APA/TEAM FOTOKERSCHI / BAYER

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