Müll aus Süditalien

7000 Tonnen Müll werden in Niederösterreich entsorgt

Der Müll soll per Lkw nach Österreich gebracht werden.

Rom/St. Pölten. 7.000 Tonnen Hausmüll, die seit Jahren in einer Mülldeponie im süditalienischen Battipaglia nahe Salerno lagen, sollen in Österreich entsorgt werden. Die süditalienische Region Kampanien hat grünes Licht für die Entsorgung des Mülls in den Anlagen der "Zöchling Abfallverwertung GmbH" mit Sitz im niederösterreichischen Hainfeld gegeben, berichtete die neapolitanische Tageszeitung "Il Mattino".

In der Branche ist der Name Zöchling bekannt. Der Familienbetrieb ist seit 30 Jahren aktiv und beschäftigt mehr als 400 Mitarbeiter. Die Zöchling Abfallverwertung GmbH zählt mittlerweile zu den größten Deponiebetreibern in Österreich. Die Firma erhielt den Auftrag zur Entsorgung des Mülls aus Battipaglia im Rahmen eines internationalen Wettbewerbs.

Der Hausmüll soll per Lkw nach Österreich gebracht werden. Dafür wird die süditalienische Speditionsfirma Ad Logistica, die jeden Lkw mit 24 Tonnen Mülle beladen wird, zuständig sein. Die Region Kampanien mit der Hauptstadt Neapel ist seit Jahren mit chronischen Problemen mit der Müllentsorgung konfrontiert.

Auch die Stadt Rom hatte auf Hilfe aus Österreich bei der Bewältigung ihrer akuten Müllentsorgungsprobleme gehofft. Im Juli hatte sich der Gemeinderat in Rom an den niederösterreichische Energieversorger EVN gewandt, in dessen Verbrennungsanlage in Dürnrohr bei Zwentendorf 2017 bereits 70.000 Tonnen römischen Abfalls entsorgt worden waren. Doch die EVN konnte Rom wegen mangelnder Kapazitäten nicht helfen.
 

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