Bei Selbstmord geholfen: Bedingte Haft für 75-Jährige

Wiener Neustadt

Bei Selbstmord geholfen: Bedingte Haft für 75-Jährige

Ehepaar nahm zahlreiche Schlaftabletten miteinander ein.

Wegen der Mithilfe am Selbstmord ihres schwer kranken Ehemannes am Landesgericht Wiener Neustadt eine 75-jährige Niederösterreicherin zu einer bedingten Haftstrafe von vier Monaten verurteilt worden. Die Frau nahm das Urteil an, es ist aber noch nicht rechtskräftig, weil die Staatsanwältin keine Erklärung abgab.

Gemeinsam auch in schwierigen Zeiten
Der um vier Jahre ältere Mann der Pensionistin war in ein einem körperlich und seelisch schlechten Zustand.

"Wir waren 57 Jahre zusammen, haben alles gemeinsam gemacht, alles gemeinsam entschieden", rechtfertigte sich die Angeklagte vor dem Richter: "Allein hätte ich ihn sicher nicht aus dem Leben scheiden lassen. Es war unser sehnlichster Wunsch, gemeinsam aus dem Leben zu scheiden."

Der Mann starb, die Frau wachte am nächsten Tag in der Intensivstation des Wiener Wilhelminenspitals auf. Ihr Bruder hatte sie rechtzeitig gefunden.

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