Sex-Erpressung

"Geld-Herrin" nahm ihren Sklaven aus

NÖ. Das gibt es wirklich: Es gibt Männer, die im Internet sexuelle Befriedigung daraus schöpfen, einer fremden Frau einfach Geld zu überweisen. Die Domina „Arnella“ lebte davon, trat als „Geld-Herrin“ auf und schröpfte ihre Freier. Motto: „Dein hart verdientes Geld ist mein Luxus.“

„Arnella“ suchte international nach „Zahl-Sklaven“. In Niederösterreich wurde sie fündig. Der Maschinenbautechniker Thomas D. (Name geändert) aus dem Bezirk Amstetten ging ihr auf den Leim. Über Monate chatteten die beiden, der 27-Jährige überwies immer wieder Geld und befriedigte sich dabei selbst. Am Schluss gab er der Domina Vollmacht übers Konto: „Er verdiente 3.500 Euro. Am 1. eines Monats war er schon pleite“, sagte „Arnella“ jetzt vor Gericht.

Als der Mann schließlich pleite war, ging er zur Polizei

Die 34-Jährige musste sich im bayerischen Augsburg wegen Erpressung verantworten. Als der Niederösterreicher nicht weiter zahlen wollte, soll sie laut Anklage damit gedroht haben, seinen Eltern von seinen ungewöhnlichen Praktiken zu berichten und ihnen kompromittierende Fotos zu schicken.

Einmal zahlte Thomas D. noch, doch dann war er pleite und schaltete die Polizei ein. „Arnella“, gelernte Friseurin, flog auf.

Vor Gericht zeigte sie sich reuig, bat trotz Vorstrafen um Milde. Sie kam mit neun Monaten auf Bewährung und einer Geldbuße davon.
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